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Kovacs gewinnt historischen Kugelstoss-Wettkampf

Der Amerikaner Joe Kovacs holt an der WM in Doha in einem historischen Kugelstoss-Wettkampf Gold. Die Niederländerin Sifan Hassan triumphiert nach dem Sieg über 10'000 m auch über 1500 m.
Joe Kovacs siegt im Kugelstossen mit einer unglaublichen Leistung (Bild: KEYSTONE/AP/DAVID J. PHILLIP)

Joe Kovacs siegt im Kugelstossen mit einer unglaublichen Leistung (Bild: KEYSTONE/AP/DAVID J. PHILLIP)

(sda)

Der Schweizer Werner Günthör gewann 1987 in Rom mit 22,23 m seinen ersten von drei WM-Titeln. Diese Weite war bis am Samstagabend der Rekord an Weltmeisterschaften. Nun warfen gleich vier Athleten weiter, der Brasilianer Darlan Romani belegte mit 22,53 m lediglich den 4. Rang!

Die ersten drei trennte bloss ein Zentimeter. Kovacs siegte mit den im letzten Versuch geworfenen 22,91 m vor Landsmann Ryan Crouser und dem Neuseeländer Tomas Walsh, die jeweils auf 22,90 m kamen. Das Trio nimmt nun in der ewigen Bestenliste die Plätze 3 und 5 ein. Vor Kovacs liegen einzig noch der Amerikaner Randy Barnes (23,12) und der DDR-Athlet Ulf Timmermann (23,06), die ihre Bestwerte in den Jahren 1990 respektive 1988 erzielten. Die 22,91 m von Alessandro Andrei stammen aus dem Jahr 1987. Das unterstreicht die unfassbaren Resultate von Doha.

Kovacs, der in seiner Jugend American Football spielte, wurde zum zweiten Mal nach 2015 Weltmeister. Crouser holte zwar 2016 den Olympiasieg, den Sprung aufs WM-Podest schaffte er allerdings zum ersten Mal. Walsh reiste als Titelverteidiger nach Katar.

Hassan ist die erst Athletin, der an Weltmeisterschaften das Double 1500/10'000 m gelang. Die gebürtige Äthiopierin, die seit 2013 niederländische Staatsbürgerin ist, übernahm bereits nach 400 m die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Sie liess ihren Gegnerinnen auf der letzten Runde keine Chance und realisierte mit 3:51,95 Minuten die zweitbeste je gelaufene Zeit auf dieser Strecke. Den Weltrekord der Äthiopierin Genzebe Dibaba, erzielt im Juli 2015 in Monaco, verpasste sie um 1,88 Sekunden.

Hassan trainiert seit 2016 im Nike Oregon Project. Cheftrainer war dort der kürzlich von der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) für vier Jahre gesperrte Alberto Salazar. Zwar ist gemäss der Aussage des USADA-Chefs Travis Tygart keiner der in Doha anwesenden Athlet und Athletinnen in diesen Fall verwickelt, dennoch stellen sich gerade wegen der Dominanz von Hassan Fragen. Die 26-Jährige selber sagte: Sie hätte nie gedacht, dass in dieser Gruppe etwas falsch laufe. Nie.

Auch Konstanze Klosterhalfen, Dritte über 5000 m, gehört dem Nike Oregon Project an. Die Deutsche hielt bis am Schluss mit, musste sich aber im Endspurt den Kenianerinnen Hellen Obiri und Margaret Chelimo Kipkemboi geschlagen geben. Obiri verteidigte den Titel von vorne weg erfolgreich. Die 29-Jährige stellte mit 14:26,72 Minuten wie Kovacs und Hassan einen WM-Rekord auf. Im Juli in London war sie jedoch mehr als sechs Sekunden schneller gelaufen.

Im 4x100-m-Rennen der Männer setzten sich wie erwartet die USA durch. Christian Coleman, Justin Gatlin, Michael Rodgers und Noah Lyles erzielten mit 37,10 Sekunden eine Zeit, die bislang bloss zweimal von einer jamaikanischen Staffel mit Usain Bolt (36,84/37,04) unterboten worden war. Für Coleman und Lyles war es nach den Siegen über 100 respektive 200 m der zweite WM-Titel in Doha.

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