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Stefan Küng gewinnt Zeitfahren, Richie Porte holt Gesamtsieg

Stefan Küng sorgt an der Tour de Suisse mit seinem Sieg im Zeitfahren von Bellinzona für den perfekten Abschluss aus Schweizer Sicht. Den Gesamtsieg sichert sich der Australier Richie Porte.
Richie Porte gewinnt die 82. Tour de Suisse (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone, Bellinzona, 18. Juni 2018)))

Richie Porte gewinnt die 82. Tour de Suisse (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone, Bellinzona, 18. Juni 2018)))

(sda)

Küng gewann die 34,1 Kilometer lange Prüfung gegen die Uhr souverän und feierte seinen ersten Etappensieg im Rahmen der Schweizer Rundfahrt. Der Thurgauer setzte sich 19 Sekunden vor dem Dänen Sören Kragh Andersen und 23 Sekunden vor dem Amerikaner Tejay van Garderen durch.

Für Küng verlief die Tour de Suisse optimal. Am ersten der neun Renntage führte er das Team BMC zum Sieg im Mannschaftszeitfahren. Als Lohn durfte der 24-Jährige vier Tage das gelbe Leadertrikot tragen. Am letzten Tag wurde Küng seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 51,14 km/h sorgte der Ostschweizer für das zweitschnellste Einzelzeitfahren in der Geschichte der Tour de Suisse.

Stefan Küng gewann in Bellinzona seine erste Tour-de-Suisse-Etappe (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone, Bellinzona, 18. Juni 2018)))

Stefan Küng gewann in Bellinzona seine erste Tour-de-Suisse-Etappe (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone, Bellinzona, 18. Juni 2018)))

Es ist Küngs zweiter Sieg in einem Zeitfahren auf Stufe World Tour. Den ersten Erfolg hatte er vor einem Jahr an der Benelux-Rundfahrt realisiert. Damals betrug die Distanz aber nur 9 Kilometer. Nun bewies Küng erstmals, dass er nicht nur in kurzen, sondern auch in längeren Prüfungen zu den Allerbesten gehört.

Porte souverän im Sattel

Küng widmete den Triumph dem verstorbenen Team-Patron Andy Rihs. Das galt auch für Richie Porte, der den Triumph für das amerikanische Team BMC mit seinem Gesamtsieg perfekt machte. Porte, der das Leadertrikot nach der 5. Etappe von seinem Teamkollegen übernommen hatte, baute als 14. des Zeitfahrens (1:04 hinter Küng) den Vorsprung auf seine Konkurrenten gar noch aus.

Porte gewann die Tour de Suisse 1:02 Minuten vor dem Dänen Jakob Fuglsang und 1:12 Minuten vor dem Kolumbianer Nairo Quintana. Fuglsang stiess in der Gesamtwertung noch von Platz 6 auf 2 vor und verdrängte den Niederländer Wilco Kelderman vom Podest.

Porte bewies, dass er für die Tour de France bereit ist und dort den grossen Favoriten Chris Froome herausfordern kann. Bei seinem ersten Start an der Schweizer Rundfahrt feierte der 33-Jährige, der vor einem Jahr bereits die Tour de Romandie für sich entschieden hatte, gleich auch den ersten Gesamtsieg.

Platz 17 für Frank

Als bester Schweizer klassierte sich Mathias Frank mit einem Rückstand von 4:06 Minuten auf Porte im 17. Rang der Gesamtwertung. Im Zeitfahren verlor der Luzerner noch einen Platz. Der Vorjahressieger Simon Spilak aus Slowenien musste dieses Mal mit dem 6. Schlussrang Vorlieb nehmen.

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