Leader Primoz Roglic holt Zeitgutschrift

Primoz Roglic unterstreicht am drittletzten Tag der Vuelta seine Ambitionen auf den Gesamtsieg. Beim Sieg des Dänen Magnus Cort Nielsen sichert sich der Leader als Zweiter sechs Bonifikationssekunden.

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Primoz Roglic steigt als Leader in das Finale der 75. Spanien-Rundfahrt

Primoz Roglic steigt als Leader in das Finale der 75. Spanien-Rundfahrt

KEYSTONE/EPA/KIKO HUESCA
(sda)

Roglic trägt an der Spanien-Rundfahrt nicht nur das Trikot des Gesamtführenden. Er führt auch in der Punktewertung - ein Zeichen, dass der 31-Jährige auch kein schlechter Sprinter ist. Wer daran gezweifelt hatte, wurde vom Slowenen in der 16. Etappe nach 162 km eines Besseren belehrt.

Nur vom Dänen Magnus Cort Nielsen musste sich der Vorjahressieger geschlagen geben. «Als Träger des Grünen Trikots kann ich sprinten», resümierte Roglic, «deshalb sagte ich mir am Ende, weshalb nicht um den Sieg mitfahren». Zumindest ein Zeichen der Stärke sandte der Führende vor der Entscheidung an seine Konkurrenten aus.

Roglic gab sich vor dem finalen Wochenende selbstbewusst und locker. Dennoch ist der Slowene gewarnt. An der Tour de France wurde er nach elf Tagen in Gelb und nach einem scheinbar ebenfalls klaren Vorsprung am zweitletzten Tag noch von seinem Landsmann Tadej Pogacar abgefangen.

In Spanien steigt Roglic dank der Zeitgutschrift nun mit einer Reserve von 45 Sekunden auf den Ecuadorianer Richard Carapaz und 53 Sekunden auf den Briten Hugh Carthy in die entscheidende letzte Bergetappe.

Auf den 178 km von Sequeros auf den Alto de la Covatilla warten bei der letzten ernsthaften Prüfung insgesamt 4000 Höhenmeter auf die Fahrer. Der Schlussanstieg ist 11,4 km lang und weist durchschnittlich 7,1 Steigungsprozente auf.

Die 75. Ausgabe der Spanien-Rundfahrt endet anschliessend am Sonntag in Madrid mit einer Flachetappe, auf der der Leader nicht mehr angegriffen werden dürfte.

Derweil Roglic für das Finale bereit zu sein scheint, jubelte Magnus Cort Nielsen zum dritten Mal im Rahmen der Spanien-Rundfahrt. Seine ersten beiden Etappensiege in Spanien hatte der 27-jährige Däne 2016 gefeiert - jeweils auch im Sprint.

In Ciudad Rodrigo profitierte Cort Nielsen davon, dass zahlreiche Sprinter auf dem hügeligen Teilstück abgehängt wurden und am Ende fast nur noch die Klassementsfahrer vorne dabei waren. Er siegte sicher vor Roglic und dem Neuseeländer Dion Smith.

Der eigentliche Drittplatzierte Rui Costa aus Portugal wurde nachträglich wegen eines Regelverstosses im Sprint an das Ende der ersten Gruppe strafversetzt.