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Liverpool will Real mit Leidenschaft entthronen

Real Madrid strebt im Final in Kiew seinen dritten Titel in Folge in der Champions League an. Für den Rekordsieger spricht die Erfahrung, der Herausforderer Liverpool hält mit Leidenschaft dagegen.
Auch in Kiew werden aller Augen auf Cristiano Ronaldo gerichtet sein (Bild: KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI)

Auch in Kiew werden aller Augen auf Cristiano Ronaldo gerichtet sein (Bild: KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI)

(sda)

Die einen stiegen bei ihrer Ankunft am Donnerstag in Kiew in ihren Trainingsklamotten aus dem Flugzeug, die anderen etwas später aus Madrid kommend im dunkelblauen Massanzug. Als hätten die beiden Mannschaften ihren Spielstil modisch unterstreichen wollen. Auf der einen Seite die englischen Kämpfer, die mit Pressing und Tempo den direkten Weg aufs Tor suchen, auf der anderen Seite die spanischen Gestalter, die mit Eleganz und kurzen Pässen die Partie kontrollieren wollen.

Vielversprechender kann sich ein Final nicht ankündigen als zwischen dem souveränen Titelhalter und dem hungrigen Herausforderer. Real Madrid ist ganz besonders in den letzten paar Jahren zum unbestrittenen Meister der Champions League geworden. Drei der letzten vier Titel gingen an den nun schon zwölffachen Sieger. Das beeindruckende Palmares verdankt der Klub auch seiner aussergewöhnlich guten Finalbilanz: Seit 35 Jahren hat er kein Endspiel im Europacup mehr verloren. Damals unterlag Real Madrid im seit längerem eingestellten Cup der Cupsieger den von Alex Ferguson trainierten Schotten aus Aberdeen. Im Meistercup verloren die Madrider 1981 ihren letzten Final - gegen den FC Liverpool.

Real Madrid weiss, wie man wichtige Spiele gewinnt und hat das gerade auch in dieser Saison gezeigt. In der Meisterschaft war die Mannschaft von Zinédine Zidane dem FC Barcelona nicht gewachsen, und im Winter schien es so, als würde das Team in sich zusammenbrechen. Doch in der K.o.-Runde der Champions League vermochte das erfahrene Starensemble jeden Gegner aus dem Weg zu räumen, obwohl der Parcours überaus anspruchsvoll war - mit dem französischen Krösus Paris Saint-Germain, dem Vorjahresfinalisten Juventus Turin und dem deutschen Serienmeister Bayern München als Gegner.

"Wenn es einen Markt für Erfahrung geben würde, müssten sie sofort verkaufen und wären dann noch reicher, als sie es eh schon sind". sagte Liverpools Trainer Jürgen Klopp über den Gegner. Die Spanier, die über 600 Millionen Euro pro Saison umsetzen, spielen schon seit geraumer Zeit in der etwa gleichen Zusammensetzung. Zidane schafft es seit zweieinhalb Jahren, nicht nur die Taktik zu vermitteln, sondern auch die Stars bei Laune zu halten. Der Franzose könnte in seiner dritten Saison als Trainer am Samstagabend schon seinen dritten Champions-League-Titel feiern.

Die Mittel gegen den Final-Fluch

Zidanes Gegenüber Jürgen Klopp wartet noch auf seinen ersten internationalen Titel. Der Deutsche ist zwar ein innovativer und spektakulärer Trainer, scheiterte aber mit seinen Teams gar oft an der letzten Hürde. Seit dem Sieg im deutschen Cup 2012 im Final mit Borussia Dortmund gegen Bayern München hat er fünf Finals verloren, darunter einen in der Champions League (mit Dortmund gegen Bayern München 2013) und einen in der Europa League (mit Liverpool gegen den FC Sevilla 2016 in Basel).

Dass Klopp durchaus in der Lage ist, seine Mannschaft auf den Punkt genau auf ein grosses Ereignisse vorzubereiten, bewies er dennoch schon oft. In dieser Saison etwa im Viertelfinal gegen Manchester City, als die Liverpooler den höher eingeschätzten Gegner im Hinspiel regelrecht überrannten. Leidenschaft, die richtige Einstellung und viel Arbeit sei auch gegen Real Madrid das Mittel zum Erfolg, erinnerte Klopp. Es sind Tugenden, die die "Reds" über die vergangenen Jahrzehnte ohnehin oft ausgezeichnet haben. Den letzten ihrer fünf Triumphe im wichtigsten Europacup errangen sie 2005 gegen die AC Milan nach einem 0:3-Pausenrückstand.

Die Akteure für ein ähnlich verrücktes Spiel wie damals in Istanbul wären vorhanden. Beide Mannschaften sind in der Verteidigung nicht immer sattelfest, aber offensiv zu Grossartigem in der Lage. Real Madrid hat Cristiano Ronaldo, der in dieser Champions-League-Saison schon 15 Mal getroffen hat, und Liverpool hat das produktivste Sturmtrio überhaupt: Der überragende Mohamed Salah und der Brasilianer Roberto Firmino trafen schon je zehnmal, der Senegalese Sadio Mané neunmal.

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