Männer-Rekord gebrochen: Frau schwimmt zum 35. Mal durch Ärmelkanal

Die australische Schwimmerin Chloe McCardel (35) hat britischen Medien zufolge am Sonntag zum 35. Mal erfolgreich den Ärmelkanal von England nach Frankreich durchschwommen. Sie brach damit den Männer-Rekord des Briten Kevin Murphy, der die Meerenge 34 Mal schwimmend durchquert hat. Für die knapp 34 Kilometer lange Strecke brauchte sie zehn Stunden und 40 Minuten.

Drucken
Teilen
Chloe McCardel, Ausdauerschwimmerin, vor Abbotts Cliff in der Nähe von Folkestone am Anfang ihres rekordverdächtigen Schwimmversuch über den Ärmelkanal. Damit würde die 35-jährige Australierin zum 35. Mal erfolgreich den Ärmelkanal überqueren und den Männerrekord des britischen Athleten Kevin Murphy übertreffen. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Chloe McCardel, Ausdauerschwimmerin, vor Abbotts Cliff in der Nähe von Folkestone am Anfang ihres rekordverdächtigen Schwimmversuch über den Ärmelkanal. Damit würde die 35-jährige Australierin zum 35. Mal erfolgreich den Ärmelkanal überqueren und den Männerrekord des britischen Athleten Kevin Murphy übertreffen. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Keystone/PA Wire/Gareth Fuller
(sda/dpa)

Vom Rekord der Frauen ist sie jedoch noch weit entfernt. Den hält die inzwischen 56 Jahre alte Britin Alison Streeter mit 43 Durchquerungen. Daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern, denn McCardel hat nach vier Durchquerungen innerhalb von nur 16 Tagen fürs Erste genug. «Ich glaube nicht, dass ich in der nächsten Zeit durch den Ärmelkanal schwimmen will», sagte sie der britischen Nachrichtenagentur PA.

Den Erfolg will sie nun mit ihrem Team in England feiern. In häusliche Quarantäne muss die Sportlerin nach eigenen Angaben nicht, obwohl sie kurz in Frankreich an Land gegangen ist. Die Regierung in London hatte am Freitag angekündigt, dass Reisende aus Frankreich, den Niederlanden und weiteren Ländern von Samstag an wieder eine 14-tägige Quarantänepflicht einhalten müssen.

McCardel will die mediale Aufmerksamkeit für ihre sportliche Leistung nutzen, um häusliche Gewalt gegen Frauen anzuprangern. «Ich bin stolz darauf, eine Stimme für diejenigen sein zu können, die keine haben», so die Australiern.