Marc Hirschi kämpferischster Fahrer der Tour

Grosse Ehre für Marc Hirschi: Der Berner Jungstar wird von den Organisatoren zum kämpferischsten Fahrer der am Sonntag zu Ende gehenden Tour de France gewählt.

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Marcel Hirschi mit der roten Startnummer des kämpferischsten Fahrers - ein Bild, das an dieser Tour de France öfters vorkam

Marcel Hirschi mit der roten Startnummer des kämpferischsten Fahrers - ein Bild, das an dieser Tour de France öfters vorkam

KEYSTONE/EPA/Stuart Franklin / Pool
(sda)

Hirschi, der sich die prestigeträchtige Auszeichnung als erst zweiter Schweizer sicherte, avancierte zu einer der Entdeckungen der Frankreich-Rundfahrt. Er machte auch auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam. Der 22-Jährige vom deutschen Team Sunweb feierte als Höhepunkt in der 12. Etappe in Sarran seinen ersten Profisieg - und dies an seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt.

Der U23-Weltmeister von 2018 stiess zudem immer wieder in Fluchtgruppen vor und klassierte sich zwei weitere Male auf dem Podest. In der 18. Etappe, als Hirschi versuchte, das Trikot des Bergkönigs zu erobern, verhinderte ein Sturz in einer Abfahrt eine weitere Spitzenklassierung.

Für seine starken Auftritte war Hirschi bereits dreimal als kämpferischster Fahrer einer Etappe gekürt worden. Als Belohnung durfte er jeweils am Tag darauf mit einer roten Startnummer antreten. Nun wird er diese spezielle Nummer am Sonntag auch nach Paris tragen dürfen.

Der sogenannte «Super Combatif» wird von einer vierköpfigen Jury um Rennleiter Thierry Gouvenou gewählt. Zur Auswahl standen in diesem Jahr nebst Hirschi auch die Franzosen Pierre Rolland und Julian Alaphilippe sowie der Ecuadorianer Richard Carapaz, der Deutsche Lennard Kämna und der Amerikaner Neilson Powless.

Die Auszeichnung wird seit 1956 vergeben. Als bisher einzigem Schweizer war 1983 dem Genfer Serge Demierre die Ehre zuteil geworden. Hirschi löst Alaphilippe als angriffslustigsten Fahrer der Tour de France ab.