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Marco Streller als Sportchef des FC Basel zurückgetreten

Marco Streller tritt auf eigenen Wunsch als Sportchef des FC Basel zurück. Die Trennung ist die Folge der Diskussionen um Trainer Marcel Koller.
Marco Streller nicht mehr länger Sportchef des FC Basel (Bild: KEYSTONE/PATRICK STRAUB)

Marco Streller nicht mehr länger Sportchef des FC Basel (Bild: KEYSTONE/PATRICK STRAUB)

(sda)

Seit Tagen war darüber spekuliert worden, dass Koller den Verein trotz noch ein Jahr laufendem Vertrag verlassen muss. Offenbar war Streller treibende Kraft hinter der geplanten Absetzung des Zürchers, die Klubführung um Präsident Bernhard Burgener unterstützte dieses Vorhaben jedoch nicht. Jedenfalls ist es nun das Basler Urgestein Streller, das den Hut nimmt.

Das Online-Portal «blick.ch» zitierte aus einem SMS, mit dem Streller sich offenbar von der Mannschaft verabschiedete. «Es bricht mir s’Herz, euch mitzteile, dass ich per sofort als Sportdirektor zruggträtt», schreibt er. «Es sind 2-3 Sache passiert, won ich nit chan akzeptiere.» Seinen Posten angetreten hatte er vor zwei Jahr, als Burgener die Klubführung nach der so erfolgreichen Ära von Bernhard Heusler übernahm.

In der Medienmitteilung des FC Basel lässt sich Streller wie folgt zitieren: «Nach reiflicher Überlegung und im Interesse des Clubs, der Mannschaft und des Trainers habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Der FCB ist und bleibt für mich eine Herzensangelegenheit.» Seine Ämter als Verwaltungsrat der AG und als Vorstandsmitglied des Vereins wird der langjährige Schweizer Internationale und FCB-Stürmer aber behalten.

Damit dürfte beim Trainingsstart für die neue Saison am kommenden Dienstag doch Marcel Koller das Team führen. Verschiedene Medien hatten seine Absetzung bereits als fix und Patrick Rahmen als Nachfolger vermeldet. Der bleibt nun aber beim FC Aarau, mit dem er den Aufstieg in die Super League knapp verpasst hat. Gegenüber der «NZZ» bestätigte Aaraus Sportchef Sandro Burki am Freitag Verhandlungen mit dem FC Basel. Dass diese nicht zum Erfolg führten, dürfte nun Streller zum Verhängnis geworden sein.

Die letzten Tage und Wochen haben aber deutlich gezeigt, wie wacklig der Stuhl von Marcel Koller in Basel ist. Die Unzufriedenheit vieler hängt wohl weniger mit den Resultaten zusammen. Koller, der im letzten August mit einem Zweijahres-Vertrag für den entlassenen Raphael Wicky gekommen war, verlor in der Rückrunde nur ein Spiel (1:3 gegen Meister YB) und holte den Cup. Er verpasste hingegen im Herbst die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase. Vor allem aber werden dem ehemaligen Meistercoach von GC und St. Gallen eine unattraktive Spielweise und fehlende Verbundenheit mit Basel angekreidet.

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