Meillard holt sich im Duell gegen Tumler den ersten Weltcupsieg

In einem rein schweizerischen Final holt sich Loïc Meillard im Parallel-Riesenslalom in Chamonix seinen ersten Weltcupsieg.

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Jubel auf dem Podest: Thomas Tumler (links) und Loic Meillard.

Jubel auf dem Podest: Thomas Tumler (links) und Loic Meillard. 

Bild: Guillaume Horcajuelo / EPA
(sda)

Der Walliser Loïc Meillard bezwang in einem team-internen Zweikampf den Bündner Thomas Tumler. Gleichzeitig gewann Meillard auch die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Disziplinen-Weltcups, der erstmals vergeben wurde. Es standen nur zwei Rennen auf dem Programm. Das erste in Alta Badia hatte Meillard als Neunter beendet.

Loïc Meillard gilt schon lange als die vielleicht grösste Zukunftshoffnung im Schweizer Skisport, wenngleich er in diesem Winter diesem Anspruch noch nicht so oft gerecht werden konnte, wie er sich das gewünscht hätte. Zweiter war er aber in der Vorwoche im Riesenslalom von Garmisch geworden, und in Chamonix konnte er nun noch einen drauf setzen.

Als erster Schweizer überhaupt gewann Meillard einen dieser Parallel-Riesenslaloms, die erst seit 2015 gefahren werden. Es ist eine Sparte, in der eine grosse Portion Glück haben muss, um zu reüssieren. Dies galt am Sonntag auch für Meillard. Sämtliche K.o.-Läufe ab den Achtelfinals bestritt der Romand auf dem «blauen» Kurs, der sich als deutlich vorteilhafter erwies.

In den Sechzehntelfinals, die noch in zwei Läufen ausgetragen worden waren, hatte er den Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen ausgeschaltet, dank einer einzigen Hundertstelsekunde Vorsprung. Danach gestaltete Meillard die Sache klarer. Der Reihe nach schaltete er den Kanadier Erik Read, den Norweger Aleksander Kilde und den Deutschen Alexander Schmid aus, ehe er im Final auch Tumler um 25 Hundertstel bezwang.

Für Tumler war indes auch Platz 2 ein grosser Erfolg. Erst einmal, im Dezember 2018, stand er bisher im Weltcup auf dem Podium. Damals wurde er Dritter im Riesenslalom von Beaver Creek. Dort realisierte Tumler auch in der laufenden Saison sein bestes Ergebnis, allerdings lediglich als Zwölfter.

Weniger gut lief es den übrigen Schweizern. Fünf von ihnen, darunter auch Daniel Yule, blieben schon der Qualifikation hängen. Neben Meillard und Tumler schaffte nur der Genfer Tanguy Nef den Vorstoss unter die 32 Finalisten. Dort kam allerdings für Nef das schnelle Aus in der ersten Runde.