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Milans Klage vom CAS gutgeheissen

Die AC Milan kann doch an der der Gruppenphase der Europa League teilnehmen.
Ricardo Rodriguez (links) kann mit Milan doch an der Europa League teilnehmen (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DANIEL DAL ZENNARO)

Ricardo Rodriguez (links) kann mit Milan doch an der Europa League teilnehmen (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DANIEL DAL ZENNARO)

(sda)

Nach der Übernahme durch einen US-Hedgefonds am 11. Juli erhielt der Serie-A-Klub am Freitag positiven Bescheid vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS), der die Klage gegen den Europacup-Ausschluss guthiess.

Zwar stimmte das höchste Sportgericht nach Anhörung der Klub-Juristen tags zuvor laut seiner Mitteilung am Freitagmittag zu, dass Milan gegen das «Financial Fair Play» verstossen habe. Es erachtete die Strafe durch die Finanzkontroll-Behörde der UEFA aber als «unverhältnismässig». Deshalb gab der CAS den Fall an die Rechtssprechende Kammer der UEFA-Finanzkontroll-Behörde zurück, die sich nun um eine adäquate Strafe kümmern muss.

Für Milan bedeutet das CAS-Urteil, dass es in der am 20. September beginnenden Gruppenphase der Europa League teilnahmeberechtigt ist. Der Klub von Ricardo Rodriguez hatte sich die sportliche Qualifikation als Sechster der Serie A gesichert. Atalanta Bergamo, das im Falle einer Ablehnung von Milans Rekurs nachgerückt wäre, bestreitet in der kommenden Woche die 2. Qualifikationsrunde der Europa League gegen den FK Sarajevo. Die achtklassierte Fiorentina, die Atalantas Platz in der Vorausscheidung eingenommen hätte, geht leer aus.

Milan hatte vor einem Jahr unter dem damaligen Besitzer, dem chinesischen Geschäftsmann Yonghong Li, rund 200 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben und damit gegen das UEFA-Reglement verstossen. Demnach dürfen die Profiklubs im Grundsatz nicht mehr Geld ausgeben als sie einnehmen.

Li hatte im Frühjahr 2017 beim neuen Besitzer des Klubs einen Kredit von 300 Millionen Euro aufgenommen, um die AC Milan von der Familie von Silvio Berlusconi zu übernehmen. Damit waren zwar der Spielbetrieb und die Überweisung der Löhne gesichert, nicht aber die Begleichung der Schulden.

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