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Nadal klarer Favorit, Wawrinka mit wenig Anhaltspunkten

Stan Wawrinka geht mit wenig Matchpraxis in das am Sonntag beginnende French Open. Zu den ersten Herausforderern des grossen Favoriten Rafael Nadal zählt der Waadtländer nicht.
Stan Wawrinka ist am French Open für einmal eine Unbekannte (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Stan Wawrinka ist am French Open für einmal eine Unbekannte (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

(sda)

Zwölf Monate können im Sport eine Ewigkeit sein - ganz speziell, wenn sie von Verletzungen geprägt sind. Vor einem Jahr konnten sich Stan Wawrinka und Timea Bacsinszky beim French Open bis in die Schlussphase im Turnier halten. Wawrinka scheiterte erst im Final an Nadal, Bacsinszky im Halbfinal an der späteren Überraschungssiegerin Jelena Ostapenko. Seither kämpften beide mit Verletzungen und Rückschlägen. Ein ähnlich glanzvoller Parcours eines Schweizers beim Höhepunkt der Sandsaison käme einer Sensation gleich. Bacsinszky musste am Freitag wegen ihrer Wadenverletzung absagen.

Wawrinka hat sich in den letzten Jahren mehrmals bei Major-Turnieren trotz wenig beeindruckender Vorbereitung in einen Rausch gespielt, nicht zuletzt auch in Paris, wo er 2015 sein zweites von drei Grand-Slam-Turnieren gewann. Doch diesmal scheint das Handicap doch etwas gross. Nur acht Turniere hat er in den letzten knapp zwölf Monaten bestritten und seit seiner Rückkehr auf die Tour Anfang Jahr wenig Spielpraxis gesammelt, gerade auch und speziell gegen hochkarätige Gegner. Die letzten Duell gegen Top-10-Spieler hatte er beim French Open 2017.

Immerhin hat Wawrinka in den letzten Wochen einen Sprung nach vorne gemacht. Die spielerischen und physischen Defizite, die im Februar noch offensichtlich waren, hat er während seiner mehrwöchigen Pause und auch in Zusammenarbeit mit Magnus Norman zum Teil behoben. Die letzten Auftritte in Rom und Genf erinnerten phasenweise wieder an jenen Wawrinka, der mit seiner Wucht jeden Gegner in Bedrängnis bringen kann. Dass der Weg zurück an die Spitze noch weit ist, bekam er aber nicht zuletzt am Donnerstag im Viertelfinal von Genf aufgezeigt.

Nadal der grosse Favorit

Als erste Herausforderer von Rafael Nadal haben sich in diesem Jahr der Deutsche Alexander Zverev und der Österreicher Dominic Thiem positioniert. Zverev gewann in Madrid und verlor in Rom erst im Final gegen Nadal. Bei Grand-Slam-Turnieren enttäuschte der 21-jährige Hamburger allerdings fast ausnahmslos: Erst einmal, 2017 in Wimbledon, erreichte er die zweite Woche. Thiem stand in den letzten beiden Jahren beim French Open im Halbfinal und kann für sich beanspruchend, Nadal auf Sand die letzten zwei Niederlagen zugefügt zu haben.

Beim French Open hat Nadal allerdings überhaupt erst zweimal verloren - 2009 gegen Robin Söderling, wovon letztlich Roger Federer profitierte, und 2015 gegen Novak Djokovic. Alles andere als der elfte Triumph des Spaniers beim French Open wäre eine Überraschung. Die Quoten für einen Turniersieg von Nadal ohne Satzverlust liegen bei den Wettbüros deutlich tiefer als ein Erfolg eines Konkurrenten (mit Satzverlusten). In Abwesenheit des pausierenden Roger Federer und des rekonvaleszenten Andy Murray sowie wegen der unsicheren Form von Djokovic und Wawrinka ist der Mallorquiner auf dem Papier unangefochten.

Keine Favoritin

Deutlich offener als im Männertableau präsentiert sich die Ausgangslage bei den Frauen mit einer ganzen Reihe von Anwärterinnen auf den Turniersieg. Neben der Weltranglisten-Erste Simona Halep, die 2014 und 2017 in Paris den Final erreichte und verlor, gehören Jelina Switolina, Petra Kvitova, Garbiñe Muguruza, Maria Scharapowa, Karolina Pliskova, Ostapenko oder Serena Williams zum breiten Kreis der Favoritinnen. Serena Williams wird erst ihre vierte Partie seit der Babypause bestreiten und als Ungesetzte von Beginn weg gefordert sein.

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Bacsinszky schafften zwei Schweizerinnen - Belinda Bencic und Stefanie Vögele - den direkten Einzug ins Tableau. Viktorija Golubic stiess über die Qualifikation dazu.

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