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Niederländerin fährt mit bald 37 Jahren überlegen zu Gold

Mit einer über 100 km langen Solofahrt sicherte sich Annemiek van Vleuten an der WM in England Gold im Strassenrennen. Damit kürte sich die Niederländerin zur ältesten Weltmeisterin der Geschichte.
Die bald 37-jährige Niederländerin Annemiek van Vleuten holte sich im WM-Strassenrennen Gold (Bild: KEYSTONE/EPA/VICKIE FLORES)

Die bald 37-jährige Niederländerin Annemiek van Vleuten holte sich im WM-Strassenrennen Gold (Bild: KEYSTONE/EPA/VICKIE FLORES)

(sda)

Mit 36 Jahren und 11 Monaten ist Van Vleuten rund zwei Wochen älter als die französische Radsport-Ikone Jeannie Longo bei ihrem fünften und letzten WM-Titel im Jahr 1995.

Dabei triumphierte Van Vleuten nach 149,4 km von Bradford nach Harrogate auf ebenso beeindruckende Weise wie es die «Grande Dame» damals oft getan hat. In der zweiten Steigung bei Kilometer 45 verschärfte Van Vleuten das Tempo und liess damit alle ihre Konkurrentinnen stehen. «Eigentlich war die Attacke nicht geplant, aber als die Lücke da war, bin ich gefahren», gestand die Niederländerin im Siegerinterview. Bei für diese Titelkämpfe ungewöhnlich sonnigen Bedingungen fuhr Van Vleuten unentwegt ihrem Solosieg entgegen.

Im Ziel wies sie über zwei Minuten Vorsprung auf ihre Landsfrau Anna van der Breggen aus. Die Olympiasiegerin hatte vor einem Jahr in Innsbruck in ähnlich überlegener Manier WM-Gold im Strassenrennen gewonnen. Bronze ging an die letztjährige WM-Zweite Amanda Spratt aus Australien.

Mit ihrer eindrücklichen Galavorstellung schloss Van Vleuten eine weitere Lücke in ihrem Palmarès. 2017 und 2018 war sie schon Weltmeisterin im Zeitfahren, in diesem Jahr wiederholte sie beim Giro d'Italia, einem der anspruchsvollsten Etappenrennen auf der Frauen-Tour, ihren Gesamtsieg aus dem Vorjahr.

Im nächsten Sommer will Van Vleuten, die erst mit 24 Jahren zum Radsport gefunden hat, bei den Sommerspielen in Tokio Verpasstes nachholen. 2016 in Rio war sie auf der letzten Abfahrt des Olympia-Rennens auf dem Weg zur Goldmedaille schwer gestürzt und hatte sich dabei Absplitterungen an der Wirbelsäule und eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Schweizerinnen verpassen Spitzenresultat

Die beiden gestarteten Schweizerinnen erreichten das Ziel gut fünfeinhalb Minuten hinter der Siegerin mit dem Feld. Weder Elise Chabbey noch Marlen Reusser, die am Dienstag mit Rang 6 im Zeitfahren überrascht hatte, konnten aber in den Sprint um Platz 6 eingreifen. Am Ende blieben Chabbey und Reusser die Ränge 21 und 34.

Am Sonntag geht die Strassen-WM in der englischen Region Yorkshire mit dem Männerrennen über 285 km zu Ende.

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