Nur Fussball wurde nicht gespielt

Die behördlichen Anordnungen zur Eindämmung des Coronavirus hielt die Verbände, Klubs und Organisatoren von Sportanlässen über das Wochenende auf Trab. Allerdings stand nur der Fussball still.

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An diesem Wochenende wurde kein Wettbewerbs-Fussball gespielt in der Schweiz.

An diesem Wochenende wurde kein Wettbewerbs-Fussball gespielt in der Schweiz.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
(sda)

Es waren trostlose Bilder in den Eishockey-Stadien der höchsten beiden Ligen. Die Spiele fanden zwar statt, jedoch ohne Zuschauer und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Einzig der Auftakt zum Playoff-Final in der dritthöchsten Liga (MSL) wurde wegen des Virus abgesagt.

Mehr oder weniger nach Plan wurden die Meisterschaftspartien im Handball, Volleyball, Basketball und Unihockey ausgetragen. Aber auch die Klubs der mittelgrossen Teamsportarten mussten sich den Auflagen beugen, nicht mehr als 1000 Zuschauer zu ihren Partien zuzulassen. So zählte zum Beispiel der erste Playoff-Viertelfinal im Unihockey zwischen Waldkirch-St. Gallen und den Grasshoppers (3:9) offiziell exakt 999 Zuschauer.

Im Kanton Graubünden spielten die Unihockey-Klubs vor leeren Rängen, ebenso die Handballer von Wacker Thun im Kanton Bern. In den beiden Kantonen erliessen die Behörden besonders strenge Anordnungen. In Bern müssen die Organisatoren alle Zuschauer registrieren lassen und kennen. Im Unihockey nahm der SV Wiler-Ersigen (346 Zuschauer beim 10:3 gegen Chur) die zusätzliche Arbeit auf sich, Thun (keine Zuschauer beim 3:9 gegen Langnau) dagegen nicht.

Die aktuellen Regeln gelten bis am 15. März. Es ist jedoch damit zu rechnen, das im Lauf der kommenden Woche zahlreiche Verbände das weitere Vorgehen besprechen werden. Die Klubs der höchsten Eishockey- und Fussball-Liga diskutieren am Montag über das weitere Vorgehen. Besonders unter Zugzwang ist der Eishockey-Verband, ist der Terminkalender doch eng und die Durchführung der Playoffs in der National League (Start am 7. März geplant) gefährdet.

Auch Veranstalter, die ihre Anlässe erst in ein paar Wochen durchführen sollten, müssen sich Sorgen machen - so zum Beispiel die Organisatoren der Eishockey-WM in Zürich und Lausanne (8. bis 24. Mai). René Fasel, der Präsident des Weltverbandes IIHF, stellte aber schon einmal klar, dass es eine WM ohne Zuschauer nicht geben werde. «Das macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn», so der im Herbst zurücktretende Freiburger in einem Interview mit dem «Sonntagsblick».