Olympia-Verlegung kostet IOC bis zu 800 Millionen Dollar

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) stellt bis zu 800 Millionen Dollar zur Bewältigung der Folgen der Verschiebung der Sommerspiele in Tokio bereit.

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Schwierige Zeiten für das IOC und seinen Präsidenten Thomas Bach: Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio werden das IOC bis zu 800 Millionen Dollar kosten

Schwierige Zeiten für das IOC und seinen Präsidenten Thomas Bach: Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio werden das IOC bis zu 800 Millionen Dollar kosten

KEYSTONE/DENIS BALIBOUSE
(sda/dpa)

Die Corona-Krise habe auch «erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Olympischen Spiele, die olympische Bewegung und das IOC», erklärte IOC-Präsident Thomas Bach. Auf seiner Sitzung habe das Exekutivkomitee daher diese Summe bewilligt.

150 Millionen Dollar sollen unter anderem an die internationalen Sportverbände und nationalen Olympischen Komitees fliessen. «Damit sollen diese in die Lage versetzt werden, ihren Sport weiter zu betreiben und ihre Athleten zu unterstützen», sagte Bach. Der Löwen-Anteil von umgerechnet 650 Millionen Dollar soll die Zusatzkosten des IOC für die Organisation der ins nächste Jahr verlegten Tokio-Spiele decken.

Die eigens eingesetzte Taskforce zur Neu-Organisation der Spiele werde auf der Suche nach möglichen Einsparungen «jeden Stein umdrehen», versicherte Bach. Dabei müsse aber der «Geist der Spiele und die Qualität der Wettbewerbe» gesichert sein. Aber Bach sagte auch: «Es gibt keine Tabus. Alles wird diskutiert.»

Zweifel an der Austragung der Olympischen Spiele im Sommer 2021 wies der IOC-Chef zurück. Es sei «viel zu früh, jetzt schon Schlüsse» aus der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie auf das Ereignis in 14 Monaten zu ziehen. Das IOC vertraue auf den Rat der Taskforce und der Weltgesundheitsorganisation. Jegliche Planung sei derzeit aber schwierig. «Keiner weiss, wie die Welt morgen aussieht», sagte Bach.

Weiter offen ist, ob die Organisatoren in Tokio wie erhofft auch 2021 die gleichen Wettkampfstätten und das olympische Dorf nutzen können. Dies sei «kein einfaches Unterfangen», sagte Bach. Indes hätten alle Olympia-Topsponsoren bereits zugesichert, ihre Verpflichtungen auch im kommenden Jahr zu erfüllen.