Parallel-Rennen ab kommender Saison in einheitlichem Format

Kein Durcheinander mehr: Im alpinen Weltcup sollen die Parallel-Rennen schon in der kommenden Saison ein einheitliches Format bekommen.

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Wendy Holdener (links) und die Österreicherin Katharina Liensberger beim Parallel-Slalom in St. Moritz (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Wendy Holdener (links) und die Österreicherin Katharina Liensberger beim Parallel-Slalom in St. Moritz (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

«Bis im Frühjahr muss eine Einigung über das Format erzielt sein. Wir können nicht mit diesem Durcheinander weiterfahren. Das Alpin-Komitee hat den festen Auftrag, im Frühjahr mit einer Lösung zu kommen, die dann in der nächsten Saison zur Anwendung kommt», sagte der FIS-Präsident Gian Franco Kasper in einem Interview der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Rande der Titelkämpfe in Are.

Derzeit gibt es drei verschiedene Formate im Weltcup: die City Events in Oslo und Stockholm mit nur je 16 Fahrerinnen und Fahrern als Parallel-Slalom ohne Qualifikation, in Alta Badia den Parallel-Riesenslalom der Männer mit 32 Fahrern ohne Qualifikation und in St. Moritz bei den Frauen einen Parallel-Slalom mit vorgängiger Qualifikation für das K.o.-System mit 32 Fahrerinnen.

Bei den Weltmeisterschaften 2021 in Cortina d'Ampezzo wird es erstmals Einzel-Weltmeister in einem Parallel-Rennen geben.

Da auch die Kombination zumindest im Programm der nächsten WM geblieben ist, hat sich die Zahl der Medaillenentscheidungen von 11 auf 13 erhöht. Im Weltcup soll es deswegen auch wieder mehr Rennen in dieser Disziplin geben. «Wenn wir die Kombination bei Weltmeisterschaften und eventuell später auch bei Olympischen Spielen behalten, dann müssen wir auch im Weltcup einige Kombinationen durchführen», sagte Kasper.

Egal ob Stockholm oder Mailand

Kasper, seit 21 Jahren Präsident des Skiweltverbands FIS, hat bei den zwei verbliebenen Olympia-Bewerbern Stockholm und Mailand keinen Favoriten: «Beide Orte haben sehr, sehr viel Erfahrung mit Weltcups in allen unseren Disziplinen. Was immer herauskommt, für uns ist es kein Problem.»

Die letzten zwei von ursprünglich sieben Bewerbungen für die Winterspiele 2026 haben und hatten Schwierigkeiten, die notwendigen politischen Zusagen zu bekommen. Auf die Frage, wie gross die Gefahr sei, dass am Ende keiner von beiden die Olympischen Spiele ausrichten könne, antwortete Kasper: «Ich würde die Frage gerne beantworten. Wenn ich es denn wüsste. Die Gefahr besteht natürlich, ist aber nicht mehr ganz so gross.»