Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Paul Breitner kritisiert Klubführung von Bayern München scharf

Paul Breitner kann nur mit dem Kopf schütteln. Die heiss diskutierte Pressekonferenz von Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge samt Medienschelte kritisiert der frühere Captain des Klubs scharf.
Bayerns ehemalige Leaderfigur Paul Breitner kritisiert Bayerns Führung scharf (Bild: KEYSTONE/AP/Martin Meissner)

Bayerns ehemalige Leaderfigur Paul Breitner kritisiert Bayerns Führung scharf (Bild: KEYSTONE/AP/Martin Meissner)

(sda/dpa)

Seit 52 Jahren kennt Paul Breitner schon Uli Hoeness - für den Polterauftritt von seinem langjährigen Münchner Weggefährten und von Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte er aber gar kein Verständnis.

«Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blösse gibt, dass er diese Schwäche zeigt», sagte der 67-jährige Breitner am Sonntagabend in der Sendung «Blickpunkt Sport» im Bayerischen Rundfunk.

Mit dem viel gescholtenen und längst denkwürdigen Auftritt sei eine über Jahre geleistete Arbeit kaputt gemacht worden, den deutschen Fussball-Rekordmeister «aus dieser Arroganz-Atmosphäre, aus diesem Image, das der FC Bayern landauf landab hatte», zu befördern, befand der langjährige Bayern-Profi Breitner.

Rummenigge verteidigt Auftritt

In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag hatten Münchens Vorstandschef Rummenigge, Präsident Hoeness und Sportdirektor Hasan Salihamidzic einen Sittenverfall in der Fussball-Berichterstattung beklagt und energische Gegenwehr angekündigt. Auslöser seien Artikel nach dem 0:3 der Nationalmannschaft in Holland gewesen, von der auch massgeblich Bayern-Profis wie Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Mats Hummels betroffen waren. «Polemik scheint keine Grenzen mehr zu kennen», lautete Rummenigges Eindruck.

Verbale Grenzen würden bisweilen überschritten. Doch gerade die Wortwucht von Hoeness, der in der jüngeren Vergangenheit über so einige Spieler geschimpft hatte, konterkarierte die erhobenen Vorwürfe. «Ich muss Respekt vorleben, Achtung vor den Menschen vorleben, Höflichkeit und Fairness vorleben, dann kommt auch einer zurück», empfahl Breitner. «Das wäre eigentlich die oberste Aufgabe der Führung von Bayern München.»

Rummenigge und Hoeness verfolgten mit ihrem zwiespältig aufgenommenen Auftritt ursprünglich einen Plan. «Sinn und Ziel der ganzen Geschichte war, der Mannschaft und dem Trainer zu zeigen, dass wir bereit sind, sie nach aussen zu schützen», sagte Rummenigge am Montag vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel nach Athen. Das sei ein «wichtiges Zeichen für die Spieler» gewesen.

Diese wollten sich aber auch weiter nicht gross dazu äussern. «Wir müssen uns auf das Sportliche konzentrieren. Wir müssen versuchen, die Spiele zu gewinnen», sagte Offensivspieler Arjen Robben. Ohnehin schaue die Fussball-Welt anders aus, wenn man erfolgreich sei.

Rummenigge weiss das auch. Der Bayern-Vorstand wusste natürlich auch, dass die Pressekonferenz mit ihren teils widersprüchlichen Aussagen ein grosses Thema werden würde. «Dass es darauf ein Medienecho gab in der Grössenordnung, war klar», sagte Rummenigge. «Wir haben die Medien kritisiert. Dass die Medien zurückkritisieren, war zu erwarten. Ich glaube, dabei sollten wir es belassen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.