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Petardenwürfe von GC-Fans führen zu Spielabbruch

Der Grasshopper Club Zürich ist dem Abstieg geweiht. Im vermeintlichen Schicksalsspiel der 25. Runde der Super League sorgen die Zürcher Fans in Sitten beim Stand von 0:2 für einen Spielabbruch.
Das Löschen nützt nichts, der Schiedsrichter bricht das Spiel ab: Zuschauer aus dem GC-Sektor warfen Feuerwerkskörper auf den Rasen des Tourbillon (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Das Löschen nützt nichts, der Schiedsrichter bricht das Spiel ab: Zuschauer aus dem GC-Sektor warfen Feuerwerkskörper auf den Rasen des Tourbillon (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda)

Es war in der 32. Minute, als die ins Wallis mitgereisten Fans der Grasshoppers erstmals die Notbremse zogen. Mehrere Petarden flogen aus dem GC-Block auf den Rasen im Tourbillon und zwangen Schiedsrichter Lionel Tschudi, die Partie kurzzeitig zu unterbrechen. Kurz nach der Pause flog erneut pyrotechnisches Material aus den Reihen der GC-Fans auf das Spielfeld, woraufhin Tschudi die Mannschaften in der 55. Minute in die Kabine zurückführte und die Partie später abbrach. Jetzt droht dem Schlusslicht der Liga eine 0:3-Forfaitniederlage sowie ein hohe Busse.

Die erste Zwangspause schien für GC und seinen neuen Trainer Tomislav Stipic nicht ungelegen gekommen zu sein. Sion hatte Sekunden vor den Petarden-Würfen durch Pajtim Kasami auf 2:0 erhöht. Nach einem Einwurf des Heimteams brachten die Grasshoppers den Ball nicht aus dem Strafraum, letztlich war es GC-Winterzuzug Yoric Ravet der den Ball perfekt für Gegenspieler Kasami auflegte. Es war der Tiefpunkt einer bereits schwachen Startphase der Grasshoppers. Offensichtlich glaubten die Chaoten im Fanblock der Gäste nach dem 0:2 zur Pause nicht mehr an eine Wende in der zweiten Halbzeit.

Sie ignorierten Tschudis Androhung, das Spiel bei weiteren Scharmützeln abzubrechen, und beraubten GC damit der Chance, einen Umschwung herbeizuführen. Auf einen Beschwichtigungsversuch von Präsident Stephan Anliker, der mit dem kompletten Team den schweren Gang vor die Kurve angetreten war, reagierten sie mit weiteren Fackelwürfen. «Dieses Verhalten ist unentschuldbar», sagte Anliker im Interview mit Teleclub. Nun müsse endlich etwas passieren, so Anliker weiter.

Telegramm:

Sion - Grasshoppers: Spielabbruch in der 55. Minute beim Stand von 2:0.

SR Tschudi. - Tore: 21. Uldrikis (Lenjani) 1:0. 30. Kasami (Lenjani) 2:0.

Sion: Fickentscher; Maceiras, Kouassi, Neitzke, Morgado; Zock, Grgic; Fortune (46. Toma), Kasami, Lenjani; Uldrikis.

Grasshoppers: Lindner; Ajeti (46. Nathan), Holzhauser, Rhyner; Ravet, Kamber, Sigurjonsson, Pusic; Bajrami, Caiuby, Pinga (46. Lika).

Bemerkungen: Sion ohne Adryan, Kukeli, Ndoye, Mitrjuschkin, Raphael, Maisonnial, Djitté und Berchtold (alle verletzt). Grasshoppers ohne Arigoni (verletzt). Verwarnungen: 11. Rhyner (Foul). 28. Ajeti (Foul). 32. Schiedsrichter Tschudi unterbricht Partie aufgrund von Petarden-Würfen aus dem GC-Sektor. 55. Tschudi bricht Partie aufgrund von Petarden-Würfen aus dem GC-Sektor ab.

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