Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Portugal strebt nach dem EM- auch den WM-Titel an

In der Gruppe B sind die Rollen klar verteilt. Während Marokko und der Iran klare Aussenseiter sind, gehören Europameister Portugal und Spanien zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel.
Können die portugiesischen Spieler einen weiteren Coup landen? (Bild: KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER)

Können die portugiesischen Spieler einen weiteren Coup landen? (Bild: KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER)

(sda)

Der 10. Juli 2016, als der Stürmer Eder im Stade de France in Paris Portugal zum EM-Titel schoss, nimmt einen besonderen Platz in der Fussball-Geschichte ein. Der Sieg Portugals krönte die Karriere eines der grössten Fussballers aller Zeiten, auch wenn Cristiano Ronaldo sich im Final nach acht Minuten verletzt hatte und später ausgewechselt werden musste.

Der laue Sommerabend in Saint-Denis war nicht nur der Höhepunkt von Ronaldos Schaffen, sondern auch derjenige der "Federação Portuguesa de Futebol", die mit Eusebio in den Sechziger-, der "Goldenen Generation" um Luis Figo in den Neunzigerjahren und später Ronaldo nicht nur immer wieder herausragende Spieler herausgebracht, sondern mit dem FC Porto, Benfica Lissabon und den Nachwuchs-Nationalmannschaften diverse internationale Titel geholt hatte, mit der A-Nationalmannschaft aber oft knapp scheiterte.

In Russland greifen Ronaldo und Co. nach dem EM- nun auch nach dem WM-Titel, was bislang nur Deutschland 1974 und Spanien 2010 gelang. Die Voraussetzungen sind gut, Ronaldo ist zwar nicht mehr ganz so schnell wie früher, trifft aber noch immer nach Belieben. Der Stamm ist mit Ausnahme von Renato Sanches derselbe wie 2016, und die Quelle an aufstrebenden Talenten versiegt nicht. An der Seitenlinie steht weiterhin Fernando Santos. Der oft mürrisch wirkende Coach ist ein gewiefter Taktiker.

Auch in Russland gilt, was Santos im Sommer 2016 gesagt hatte: "Wir sind nicht die beste Mannschaft der Welt. Aber wir sind nicht einfach zu bezwingen." Seit Santos‘ Übernahme im Herbst 2014 verlor Portugal nur eines von 29 Pflichtspielen – im September 2016 zum Auftakt der WM-Qualifikation in Basel gegen die Schweiz (0:2), als Ronaldo fehlte. Im Halbfinal des Confed-Cup 2017 unterlag Portugal Chile im Penaltyschiessen.

Spanien: bereit zum nächsten Coup

Bereits im Startspiel am 15. Juni in Sotschi trifft Portugal auf Spanien. Nach den Enttäuschungen an der WM 2014 (Out in der Vorrunde) und der EM 2016 (Out im Achtelfinal) will die "Furia Roja" wieder an die Erfolge der EM 2008, der WM 2010 und der EM 2012 anknüpfen. Auch in Russland bilden die Weltmeister von 2010 noch immer das Gerüst der Mannschaft: Sergio Ramos und Gerard Piqué in der Abwehr, Andres Iniesta, Sergio Busquets und David Silva im Mittelfeld.

Die Mannschaft wurde zuletzt aber verjüngt. Die neue Generation um die offensiven Mittelfeldspieler Thiago, Isco, Marco Asensio und Lucas Vazquez sowie Torhüter David de Gea hat sich in den Vordergrund gespielt. Evolution anstatt Revolution heisst das Credo von Julen Lopetegui, der sich als Nachwuchstrainer innerhalb des Verbandes einen Namen geschaffen hat. Der ehemalige Torhüter scheut sich nicht, schwierige Entscheide zu treffen. Auf die Dienste der Chelsea-Professionals Cesc Fabregas und Alvaro Morata verzichtet er.

Marokko und Iran als klare Aussenseiter

Klare Aussenseiter im Kampf um die beiden Achtelfinal-Plätze sind Marokko und der Iran, für die es bereits im Direktduell zum Auftakt um Alles oder Nichts geht. Während die Spieler des seit 2011 vom Portugiesen Carlos Queiroz trainierten Iran mit Ausnahme des ehemaligen deutschen U21-Internationalen Ashkan Dejagah in Westeuropa nur Experten ein Begriff sind, ist das Gros des marokkanischen Kaders in Europa aufgewachsen und spielt in den europäischen Ligen.

Kopf des Teams ist Captain und Innenverteidiger Medhi Benatia von Juventus Turin, mit Nabil Dirar und Younes Belhanda verfügen die Nordafrikaner im Mittelfeld über zwei exzellente Techniker. Gespannt darf man auch auf die Auftritte der beide Talente Amine Harit (Schalke) und Achraf Hakimi (Real Madrid) sein.

Für Marokko, das in der Finalrunde der Afrika-Qualifikation in sechs Spielen ohne Gegentreffer blieb, ist es die erste WM-Teilnahme seit 20 Jahren. Nur einmal, 1986, stiessen die Afrikaner in die nächste Runde vor, als man gegen den späteren Finalisten Deutschland im Achtelfinal scheiterte. Dem Iran blieb ein Weiterkommen bislang verwehrt. Bei vier Teilnahmen resultierte ein einziger Sieg (1998 gegen die USA).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.