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Rad: U23-Europameister Marc Hirschi auch Weltmeister

Der neue U23-Weltmeister Marc Hirschi zeigte in Innsbruck mit seinen Teamkollegen das perfekte Strassenrennen. Der Berner attackierte in der Abfahrt zum Ziel und fuhr auf den letzten rund zehn Kilometern solo zu Gold - dem ersten eines Schweizers in dieser Kategorie.
Valentin Oetterli/Keystone-SDA
Marc Hirschi (rechts) schafft es wie 2017 an der EM in Dänemark auch an der WM in Innsbruck aufs Podest - heuer steht er allerdings in Podiumsmitte (Bild: KEYSTONE/EPA SCANPIX DENMARK/HENNING BAGGER)

Marc Hirschi (rechts) schafft es wie 2017 an der EM in Dänemark auch an der WM in Innsbruck aufs Podest - heuer steht er allerdings in Podiumsmitte (Bild: KEYSTONE/EPA SCANPIX DENMARK/HENNING BAGGER)

«Ich nenne Marc immer unseren Killer. In Innsbruck hat er einmal mehr gezeigt, über welche Fähigkeiten und welchen Instinkt er verfügt», war Nationaltrainer Danilo Hondo voll des Lobes über den erst 20-jährigen Berner, der wie Fabian Cancellara aus Ittigen stammt. Den zweifachen Zeitfahr-Olympiasieger und vierfachen -Weltmeister und starken Classique-Jäger kennt Hirschi zwar nicht wirklich gut. Auch ist er ein etwas anderer Fahrer-Typ als Cancellara, er sieht sich eher als ein Puncher denn ein Roller und er glaubt, dass ihm die ganz schwierigen Eintagesklassiker und auch die kleineren Rundfahrten einmal gut liegen werden.

Zehn Kilometer vor dem Ziel erfolgte der Angriff

Auf den letzten Kilometern deutete Hirschi in Innsbruck zudem auch Qualitäten als Zeitfahrer an. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel hatte er angegriffen und seine zwei letzten Begleiter abgehängt. «Ich wusste, dass es durch die Innenstadt sehr technisch ist. Da ist es schwer, jemanden einzuholen. Und auf den letzten zwei, drei Kilometern schauen sich die Verfolger dann eh immer gegenseitig an - was natürlich die Chance des Fahrers ganz vorne ist.» Letztlich triumphierte Hirschi mit 15 Sekunden Vorsprung vor dem zweitklassierten Belgier Bjorg Lambrecht, womit er seine schon zuvor «grandiose Saison» (Hondo) krönte.

Hirschi zeigte auf den knapp 180 km von Kufstein nach Innsbruck auch, welch' Riesentalent und kompletter Rennfahrer er bereits ist. Das ganze Jahr durch hatte er kaum einen Durchhänger. Im Juli war der Berner in einem Dreier-Sprint schon U23-Europameister geworden. Vor rund zwei Wochen unterschrieb er beim World-Tour-Team Sunweb ein Profi-Vertrag über gleich drei Jahre.

Erst einer holte bislang eine Medaille in einem U23-Rennen

Der Berner Gino Mäder als Vierter und der Schaffhauser Patrick Müller als Neunter rundeten die eindrucksvolle Leistung des Swiss-Cycling-Sextetts ab. Beide freuten sich mit ihrem Teamkollegen, als hätten sie selber das Regenbogentrikot gewonnen.

Die bislang einzige Schweizer WM-Medaille in einem U23-Strassenrennen hatte 2002 in Belgien David Loosli gewonnen. Der heute 38-jährige Berner, damals kurz vor dem Übertritt zu den Profis und mittlerweile Tour-de-Suisse-Sportdirektor und SRF-Radexperte, klassierte sich damals in Zolder im Massenspurt als Dritter. Gregory Rast, der heuer seine letzte Profi-Saison bestreitet, hatte Loosli den Spurt lanciert und als Sechster ebenfalls eine Top-Platzierung erreicht.

WM-Rennen bei den unter 23-Jährigen gibt es seit 1996; früher wurde diese Kategorie als «Amateure» bezeichnet.

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