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Raffin nach chaotischem Renntag Moto2-Europameister

Der 22-jährige Zürcher Jesko Raffin wird im spanischen Albacete auf einem Kalex-Motorrad und nach einem sehr ereignisreichen Tag mit zwei (Regen-)Rennen vorzeitig Moto2-Europameister.
Zweiter Titelgewinn nach 2014: Der Zürcher Jesko Raffin wird in Albacete in Spanien vorzeitig Moto2-Europameister (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JAVIER CEBOLLADA)

Zweiter Titelgewinn nach 2014: Der Zürcher Jesko Raffin wird in Albacete in Spanien vorzeitig Moto2-Europameister (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JAVIER CEBOLLADA)

(sda)

«Es war ein völlig chaotischer Renntag, der längste, den ich je hatte. Ich wusste nach Ende des zweiten Rennens gar nicht, ob ich nun schon Europameister bin - oder eben doch noch nicht. Doch am Ende resultierte mein zweiter EM-Titel (nach 2014 - Red.), deshalb ist die Freude riesengross», erzählte Raffin, der im Regen im ersten Rennen Fünfter geworden war.

Das zweite Rennen - in dem er sich trotz Reifenwechsel als Sechster klassierte - musste in Albacete nach neun Runden wegen des zu starken Regens abgebrochen werden, und es wurde nur zur Hälfte gewertet. Vor dem elften und letzten EM-Saisonrennen am 25. November in Valencia liegt Raffin uneinholbar vor dem Spanier Edgar Pons in Führung (187:140,5 Punkte).

Nun vier WM-Einsätze

Eine Feier lag für Raffin nach dem Titelgewinn nicht drin. Noch am Sonntagabend stand der Rückflug von Valencia nach Zürich an. «Zu Hause verbringe ich aber nur eine Nacht, auch um meine Wäsche zu waschen. Danach geht es über Doha gleich nach Tokio weiter», so der Zürcher. In Motegi steht am kommenden Sonntag der Grand Prix von Japan im Programm. Raffin wird danach in Australien (28. Oktober), Malaysia (4. November) und Valencia (18. November) weitere WM-Einsätze erhalten.

Für 2019 verfügt der 22-Jährige allerdings auf oberster Stufe über keinen Moto2-Startplatz. Raffin wird vielmehr für das deutsche Intact-Team an fünf Rennwochenenden in der MotoE-Klasse an den Start gehen. Diese neue geschaffene Rennserie wird zum MotoGP-Rahmenprogramm gehören. Zudem bliebe er gerne weiterhin für das Schweizer Fernsehen als Experte tätig, hofft Raffin.

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