Champions League

Rassistischer Vorfall - Spiel in Paris abgebrochen

Das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul wurde am Dienstagabend nach einer Viertelstunde unterbrochen und auf den Mittwoch verlegt.

Drucken
Teilen
Die Spieler von Basaksehir verlassen den Platz in Paris

Die Spieler von Basaksehir verlassen den Platz in Paris

KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON
(sda)

Die Spieler beider Mannschaften verliessen den Platz, um gegen einen vermuteten rassistischen Aussetzer des vierten Offiziellen zu protestieren. Der Rumäne soll ein türkisches Teammitglied mit «Negro» beleidigt haben. Als danach auch noch der Assistenztrainer der Türken, der Kameruner Pierre Webo, wegen zu heftigem Reklamieren die Rote Karte sah, eskalierte die Situation vollends.

Rund zehn Minuten lang diskutierten die Spieler beider Mannschaften mit den Schiedsrichtern, Klubverantwortlichen und UEFA-Delegierten. Danach verliessen sie den Rasen. Die Pariser kehrten später zurück, um das Spiel wieder aufzunehmen. Doch Basaksehir blieb in den Garderoben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan meldete sich ebenfalls zu Wort: «Ich verurteile die rassistische Aussage gegenüber Pierre Webo.»

Am späten Abend, als die anderen Champions-League-Matches bereits zu Ende waren, wurde bekannt, dass die Partie verlegt wurde. Sie soll nun am Mittwoch um 18.55 Uhr stattfinden. Nachdem Manchester United in Leipzig verloren hat, ist bereits klar, dass Paris Saint-Germain in den Achtelfinal kommt. Basaksehir ist schon ausgeschieden.