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Roger Federer ist in Chicago das Aushängeschild

Roger Federer hat am Laver Cup zwei Ziele: Er wird erstmals mit Novak Djokovic Doppel spielen - und will den Pokal in Europa behalten. Der Schweizer ist in Chicago das Aushängeschild.
Roger Federer steht kurz nach dem US Open bereits wieder in den USA im Einsatz: am Laver Cup in Chicago (Bild: KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE)

Roger Federer steht kurz nach dem US Open bereits wieder in den USA im Einsatz: am Laver Cup in Chicago (Bild: KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE)

(sda)

Roger Federer in Texas bei Andy Roddick, beim Selfie machen mit Björn Borg oder Novak Djokovic, beim Fotoshooting mit dem Laver-Pokal oder in den Häuserschluchten von Chicago beim Abklatschen mit Tennisfans: Am 37-jährigen Basler gibt es derzeit in Amerika kein Vorbeikommen.

Der Laver Cup, diese Mischung aus Show und Wettkampf zwischen den besten Tennisspielern Europas und des Rests der Welt, scheint seine perfekte Nische im befrachteten Racket-Zirkus gefunden zu haben. Nach der Premiere vor einem Jahr in Prag ist die Euphorie auch in Chicago riesig. Jeweils rund 20'000 Fans werden die Heimstätte der Bulls (NBA) und der Blackhawks (NHL) an drei Tagen füllen, daneben wird die grösste Fanzone aufgezogen, die das United Center je gesehen hat. Der Ort ist - wie letztes Jahr Prag - ideal gewählt: eine Grossstadt, in der ansonsten kein Weltklasse-Tennis zu sehen ist.

Der Laver Cup hat damit fürs erste geschafft, was der Davis Cup mit seinem neuen Finalturnier ab nächstem Jahr anstrebt. Der Event steht und fällt mit der Teilnahme von Roger Federer und - in etwas geringerem Ausmass - Rafael Nadal und Novak Djokovic. Im letzten Jahr gingen die Bilder um die Welt, wie die ewigen Rivalen Federer und Nadal erstmals gemeinsam Doppel spielten (und gewannen). «Ich habe das vor dem Fernsehen geschaut und war begeistert», erzählt Wimbledon- und US-Open-Champion Djokovic, der damals wegen seines lädierten Ellbogens pausieren musste.

Doppel mit Djokovic

Nun ist Nadal verletzt, dafür spannen erstmals Federer und der Serbe zusammen. «Ich würde es lieben, mit Novak Doppel zu spielen», hatte Federer strahlend verkündet. «Ich hoffe, er denkt gleich.» Das tut er, und Björn Borg, Captain von Team Europa, erfüllte den Wunsch mit seiner Nominierung für den ersten Tag.

Die Europäer sind trotz Heimvorteil für das mit drei Amerikanern antretende Team Welt klar favorisiert. Nachdem der Argentinier Juan Martin Del Potro verletzt absagen musste, sind mit Federer, Djokovic, Alexander Zverev und Grigor Dimitrov vier Spieler besser klassiert als der beste Gegner Kevin Anderson.

Das spezielle Format wird jedoch Spannung bis zum Schluss garantieren. Von Freitag bis Sonntag werden jeweils drei Einzel und ein Doppel ausgetragen. Während Siege am Freitag einen und am Samstag zwei Punkte eintragen, gibt es am Schlusstag jeweils drei Punkte zu gewinnen. Die Entscheidung kann also nicht vorher fallen. Das mag den sportlichen Wert etwas in Frage stellen, doch das Spektakel steht über allem. Die Fans stört das nicht.

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