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Roger Federer scheitert im Halbfinal

Roger Federer scheitert an den ATP Final in London im Halbfinal am starken Deutschen Alexander Zverev. Zu viel passt beim 5:7, 6:7 (5:7) beim 37-jährigen Schweizer nicht zusammen.
Roger Federer scheiterte in London im Halbfinal (Bild: KEYSTONE/AP/TIM IRELAND)

Roger Federer scheiterte in London im Halbfinal (Bild: KEYSTONE/AP/TIM IRELAND)

(sda)

Alles war angerichtet für ein weiteres Federer-Fest in London. Der Grossteil der 17'800 Fans in der ausverkauften O2 Arena stand wie eine Wand hinter dem Basler - als er auf dem Court einlief, erreichte der Lärmpegel satte 106 Dezibel. Bei der 16. Teilnahme winkte der elfte Final und im Idealfall sogar der siebte Titel.

Nicht mitspielen wollte in diesem Traumszenario aber Alexander Zverev - und ein unglückliches Ballkind. Dieses sorgte in einer entscheidenden Phase des Tiebreaks im zweiten Satz für eine kuriose und möglicherweise matchentscheidende Szene. Es liess beim Stand von 4:3 für den Schweizer mitten im Ballwechsel, in dem Federer in einer günstigen Position war, den Ball fallen. Reglementsgemäss wurde der Punkt wiederholt, Zverev erhielt nochmals einen ersten Aufschlag - und schlug ein Ass. Statt einer möglichen 5:3-Führung Federers stand es 4:4.

Der Deutsche gewann auch die nächsten beiden Punkte und nach 1:35 Stunden mit seinem zweiten Matchball zum dritten Mal im sechsten Spiel gegen Federer. Er steht damit als erster Deutscher seit Boris Becker vor 22 Jahren (Niederlage gegen Pete Sampras) in einem Masters-Final und trifft am Sonntagabend auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic. «Ich wollte nicht, dass es so endet», entschuldigte sich der sichtlich aufgewühlte Zverev nach der Partie immer wieder. «Aber natürlich ist dieser Sieg gegen Federer sehr speziell.»

Zu wenig aktiv in den Ballwechseln

Es würde auch zu kurz greifen, wenn man Federers Niederlage allzu sehr an der unglücklichen Aktion eines Ballkindes festmachen würde. Am Ende war er gegen den sehr soliden Zverev einfach nicht gut genug. Er agierte in einigen entscheidenden Szenen zu unsicher und zögerlich und machte einen ziemlich angespannten Eindruck. Federer suchte denn auch keine Ausflüchte. «Zverev war heute sehr stark, und ich nicht gut genug», fasste er die Partie zusammen. Es sei aber auch nicht so einfach, gegen den starken Aufschläger aggressiv zu spielen. «Man muss sich dann von hinter der Grundlinie erst wieder nach vorne kämpfen.»

Auch der erste Durchgang war knapp verlaufen. Bis zum Stand von 6:5 für Zverev kam kein Spieler zu einer Breakchance, ehe ein miserables Aufschlagspiel Federer den Satz kostete. Zu Beginn des zweiten Satzes gelang dem Schweizer das einzige Break zum 2:1, doch der 16 Jahre jüngere Hamburger konterte postwendend. Dass Zverev am Ende von den Zuschauern ausgepfiffen wurde, war ebenso schön wie unnötig. Ihn traf ja keinerlei Schuld. «Solche Sachen können halt passieren», meinte Federer zum Missgeschick des Ballkindes. «Natürlich machte der Punkt einen grossen Unterschied. Aber das ist jetzt hypothetisch, wie es sonst herausgekommen wäre. Es normal, dass der Punkt wiederholt wurde.»

Für Federer ist die Saison nach der dritten Niederlage im sechsten Duell mit Zverev zu Ende. Die nächste beginnt für ihn am 30. Dezember im australischen Perth. Dort tritt er zusammen mit Belinda Bencic als Titelverteidiger beim Hopman Cup an.

Djokovic unantastbar

Zverev hingegen darf nochmals ran. Mit Novak Djokovic wartet am Sonntag die härtestmögliche Prüfung. Der Serbe deklassierte im zweiten Halbfinal den Südafrikaner Kevin Anderson mit 6:2, 6:2. Djokovic hat im gesamten Turnier noch kein Aufschlagspiel abgegeben und erst zwei Breakbälle (beim 6:4, 6:1 gegen Zverev in der Vorrunde) abwehren müssen. Anderson, der grösste Spieler (2,03 m) und erste Afrikaner in einem Masters-Halbfinal, geriet in beiden Sätzen früh mit einem Break in Rückstand und konnte Djokovic nicht richtig fordern. Mit dem sechsten Titel würde die Weltnummer 1 zu Masters-Rekordsieger Federer aufschliessen.

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