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Rosen und Giftpfeile vor dem englischen Cupfinal

Am Samstag wird den Engländern die ganze Palette geboten: Buckingham Palast und Wembley. Traumhochzeit und Cupfight. Romanze und Zweikämpfe. Gestreute Rosen und fliegende verbale Giftpfeile.
Im Cupfinal wohl zum letzten Mal an der Seitenlinie von Chelsea: Coach Antonio Conte (Bild: KEYSTONE/AP PA/OWEN HUMPHREYS)

Im Cupfinal wohl zum letzten Mal an der Seitenlinie von Chelsea: Coach Antonio Conte (Bild: KEYSTONE/AP PA/OWEN HUMPHREYS)

(sda)

Am Mittag heiratet Prinz Harry seine Verlobte Meghan Markle, am Abend spielen Chelsea und Manchester United um den FA-Cup. Und im Wembley wird sich vieles um die beiden Trainer drehen, den Italiener Antonio Conte und den Portugiesen José Mourinho. Die zwei hatten sich im Verlaufe der Saison teilweise wüst beschimpft.

Manchester Uniteds Trainer Mourinho hatte Conte nach einer Niederlage gegen Chelsea als "Clown" bezeichnet, weil dieser an der Linie überschwänglich gejubelt hatte. Contes Replik war noch böser: Er nannte Mourinho "senil" und "dement".

Das verbale Duell auf tiefem intellektuellem Niveau passte zur Saison der beiden Klubs. Sie erreichten ihre Ziele nicht - weder national noch international. Die Hoffnung auf den Meistertitel war frühzeitig gestorben, in der Champions League scheiterten beide in den Achtelfinals, und spielerisch genügten beide Mannschaften den Ansprüchen des Publikums nur in seltenen Fällen.

Mourinho kam mit Manchester United in der Premier League immerhin auf Platz 2. Doch für Conte war es durchwegs eine Saison zum Vergessen. Am Ende schaute in der Meisterschaft ein enttäuschender 5. Platz heraus. Chelsea verpasst deshalb die nächste Champions League. So wie es aussieht, wird Conte auch im Falle eines Cupsieges nach zwei Jahren gehen müssen.

"Antonio Conte wird mitbekommen, wie wenig Ruhm und Ehre so ein FA-Cup-Titel hat", schrieb die englische Zeitung "The Guardian". Im Zeitalter der horrenden TV-Summen für die Premier League und der ohnehin alles überstrahlenden Champions League ist der Cup sowieso nur noch ein Trostpreis. Am Tag, an dem ganz Grossbritannien im Hochzeitsglück von Harry und Meghan zu ertrinken droht, gilt dies sogar noch ein bisschen mehr als sonst.

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