Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Salzburgs Traumreise nach Liverpool

Das Wort zur Champions League: Nach dem fulminanten 6:2 gegen den KRC Genk möchten die Bullen am Mittwoch auch bei Titelverteidiger FC Liverpool eine gute Figur abgeben.
Markus Brütsch
Euphorie in Salzburg: Erling Braut Haaland feiert den grossen Abend mit seinen drei Toren beim Startsieg über Genk (Bild: key).

Euphorie in Salzburg: Erling Braut Haaland feiert den grossen Abend mit seinen drei Toren beim Startsieg über Genk (Bild: key).

Gut Ding will Weile haben. Wie die Faust aufs Auge passt diese Redewendung zum leidvollen Kampf des FC Red Bull Salzburg um die Teilnahme an der Champions League. Nachdem die Österreicher elf Mal in den Qualifikationsspielen gescheitert waren, oft an Dramatik nicht zu überbieten, sind sie nach 25 Jahren des Wartens endlich wieder dabei. Es hat sich ausbezahlt, dass sie in der Europa League fleissig Punkte gesammelt haben. So viele, dass Österreich in der 5-Jahreswertung der Uefa weit vorrückte und sich sein Meister nun direkt für die Gruppenphase der Königsklasse qualifizierte. Dem möglichen Horror einer weiteren Qualifikationstragödie aus dem Weg gehend.

Als müssten sie nachholen, was sie in den vielen Jahren verpasst hatten, kehrten die Bullen vor zwei Wochen gegen den KRC Genk nach 9050 Tagen der Absenz auf die grösste internationale Bühne zurück. In der Red Bull Arena (im Europacup: Stadion Salzburg) fegte RB Salzburg (im Europacup: FC Salzburg) den belgischen Meister mit 6:2 weg. Mann des Abends war dabei der 19-jährige Erling Braut Haaland mit drei Toren. Der junge Norweger, der im Januar für 5 Millionen Euro von Molde in die Mozartstadt transferiert worden war, ist in dieser Saison richtiggehend explodiert. In zehn Pflichtspielen schoss er 17 Tore. Drei in der Champions League, drei im Cup und elf in der Bundesliga.

In dieser führt Salzburg, das zuletzt sechs Mal in Serie den Titel gewonnen hatte, nach neun Runden mit fünf Punkten Vorsprung vor Linz. Die Wiener Klubs Rapid und Austria liegen acht und siebzehn(!) Zähler dahinter. Beeindruckend: Salzburg ist seit 70 Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen. Zlatko Junuzovic (früher Bremen) und Majeed Ashimeru (zuletzt FC St. Gallen) sind Namen, die man auch in der Schweiz kennt.

Nach dem Abgang von Trainer Marco Rose zu Mönchengladbach engagierte Salzburg den Amerikaner Jesse Marsch. Nach drei Jahren bei den New York Red Bulls war der 45-Jährige eine Saison lang Assistenztrainer bei RB Leipzig gewesen und wechselte nun zum nächsten Dosenverein nach Salzburg. Marsch ist zwar kein Fan des FC Liverpool, aber speziell ist die Reise zum Spiel am Mittwoch gegen den Titelverteidiger FC Liverpool für ihn gleichwohl. Er und seine Frau sind so grosse Fans der Beatles, dass sie ihren Sohn auf den Namen Lennon getauft haben.

Und wie bereitet sich Haaland auf das grösste Spiel des Jahres, auf die Traumreise nach Liverpool, vor? „So, wie immer. Ich höre mir die Champions-League-Hymne an. Ich höre dieses Lied, seit ich ein kleines Kind bin. Es ist mein Lieblingslied“, sagt der Torjäger.

Bullen-Trainer Jesse Marsch (links, Bild: key).

Bullen-Trainer Jesse Marsch (links, Bild: key).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.