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Schafft Frankreich Historisches?

Zum ersten Mal findet ab heute eine Handball-WM in zwei Ländern statt. Der Topfavorit in dem in Deutschland und Dänemark stattfindenden Turnier bleibt mit Titelverteidiger Frankreich aber gleich.
Nikola Karabatic ist der grosse Abwesende an der Handball-WM in Deutschland und Dänemark (Bild: KEYSTONE/EPA/SRDJAN SUKI)

Nikola Karabatic ist der grosse Abwesende an der Handball-WM in Deutschland und Dänemark (Bild: KEYSTONE/EPA/SRDJAN SUKI)

(sda)

Vor zwei Jahren verteidigten die Franzosen zum zweiten Mal einen WM-Titel erfolgreich. Sie könnten somit für eine Premiere sorgen, gelang es doch bei den Männern noch keinem Land, dreimal hintereinander an einer Handball-WM zu triumphieren. Beim ersten Versuch, den Hattrick zu schaffen, scheiterte die «Equipe tricolore» 2013 im Viertelfinal deutlich an Kroatien (23:30).

Erschwerend kommt für die Franzosen hinzu, dass sie auf ihren unbestrittenen Leader Nikola Karabatic verzichten müssen. Der Welthandballer von 2007, 2014 und 2016 fällt wegen einer Fussverletzung aus. «Das wird eine Riesenaufgabe für uns, das irgendwie zu kompensieren“, sagte Guillaume Gille in einem Interview im «kicker». Gille bildet bei den Franzosen zusammen mit Didier Dinart das Trainer-Duo. Dennoch verfügt der sechsfache Weltmeister nach wie vor über genügend Klasse für den Gewinn der Goldmedaille.

Gespannt sein darf man auf den Auftritt der Deutschen. Die Frage ist, ob sie wie beim Titelgewinn an der Heim-WM 2007 ein Wintermärchen schreiben können. Die Deutschen haben ohnehin etwas gutzumachen, mussten sie sich doch nach dem EM-Titel 2016 und dem 3. Platz an den Olympischen Spielen im gleichen Jahr an den letzten beiden grossen Turnieren jeweils mit Rang 9 begnügen. Auf den nach der WM 2017 eingesetzten Bundestrainer Christian Prokop prasselte nach der letztjährigen EM harsche Kritik ein. Dennoch erhielt er von den Verantwortlichen eine zweite Chance.

«Die Kommunikation mit- und untereinander war nicht optimal. Ich habe die Mannschaft während der EM in wichtige Entscheide zu selten miteinbezogen“, gab sich Prokop selbstkritisch. «Es ist sicher eine Lehre, das taktische Konzept mehr an die Stärken der einzelnen Spieler anzupassen.» Allerdings bietet Prokop mit der Nicht-Nominierung von Tobias Reichmann erneut Angriffsfläche. Der rechte Flügel war beim EM-Triumph 2016 der beste Torschütze der DHB-Auswahl. Das grösste Plus der Deutschen, die am Donnerstag zum Auftakt auf ein gemeinsames Team aus Nord- und Südkorea treffen, ist die Verteidigung mit den Top-Torhütern Andreas Wolff und Silvio Heinevetter. Funktioniert die Abwehr wie gewünscht, ist einiges möglich.

Auch Co-Gastgeber Dänemark ist ein Kandidat auf den Thron. Die Nordländer wollen nach dem Olympiasieg 2016 und den EM-Titeln 2008 und 2012 zum ersten Mal WM-Gold gewinnen. 1967, 2011 und 2013 scheiterten sie im Final. Vor zwei Jahren schaute lediglich der 10. Platz heraus. Für den dänischen Handballhistoriker Thomas Landegaard ist es «auf dem Papier die vermutlich stärkste dänische Mannschaft aller Zeiten». Einiges wird vom gerade erst Vater gewordenen Aufbauer Mikkel Hansen abhängen. Mit Europameister Spanien ist ebenfalls zu rechnen. Aussenseiterchancen haben Norwegen, Schweden und Kroatien.

Im Vergleich zu den letzten drei Weltmeisterschaften, als es nach der Vorrunde mit den Achtelfinals weiterging, findet nun wieder eine Hauptrunde statt, in der die besten zwei Equipen der zwei Gruppen die Halbfinals erreichen. Die Punkte aus den Direktbegegnungen der Vorrunde werden mitgenommen. Der Final findet in Herning in Dänemark statt, die Halbfinals in Hamburg.

Die Schweiz fehlt zum zwölften Mal hintereinander an diesem Turnier. Die Kadetten Schaffhausen dürften allerdings mit fünf Spielern vertreten sein. Torhüter Kristian Pilipovic, Lukas Herburger und Sebastian Frimmel figurieren im Aufgebot Österreichs, Goalie Ivan Stevanovic schaffte es ins Team der Kroaten, und Ungarn zählt wohl auf Gabor Csaszar. Österreich hat mit Keeper Nikola Marinovic (GC Amicitia Zürich) und Frédéric Wüstner (St. Otmar St. Gallen) zwei weitere «Schweizer» im Kader. Bei Argentinien steht Pfadis Matias Schulz im Tor.

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