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Schalke in der Champions League, Mainz gerettet

Am zweitletzten Spieltag der Bundesliga fallen weitere Entscheidungen. Schalke ohne Breel Embolo sichert sich den Platz in der Champions League, Mainz schafft den Klassenerhalt, Hamburg taumelt.
Dem Hamburger SV droht nach 55 Jahren in der Bundesliga der erstmalige Abstieg (Bild: KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI)

Dem Hamburger SV droht nach 55 Jahren in der Bundesliga der erstmalige Abstieg (Bild: KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI)

(sda)

Am zweitletzten Spieltag der Bundesliga fallen weitere Entscheidungen. Schalke ohne Breel Embolo sichert sich den Platz in der Champions League, Mainz schafft den Klassenerhalt, Hamburg taumelt.

Noch tickt die HSV-Uhr, womöglich läuft die Bundesliga-Zeit der Hamburger aber am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Mönchengladbach nach 55 Jahren definitiv ab. Das 0:3 in Frankfurt verstärkt den Druck auf die Norddeutschen. Mehr als ein Relegations-Derby gegen Holstein Kiel ist nicht mehr zu schaffen. "Aber der Dino lebt noch", titelte die "Hamburger Morgenpost".

Guter Rat ist teurer denn je, die vorübergehende Euphorie nach den Siegen gegen die Direktkonkurrenten Freiburg (1:0) und Wolfsburg (3:1) ebbte im Duell gegen die Hessen ab. So bitter sich das negative Ergebnis anfühlte, der HSV hatte zwei Tor-Annullierungen zu verkraften, so deutlich fiel die Zäsur gegen den zuletzt schwachen Cupfinalisten aus.

Das Schicksal des seit Jahren schlingernden Grossklubs hängt in der 34. Runde selbst bei einem zwingend benötigten Sieg vollumfänglich vom VfL Wolfsburg ab. Gewinnt der tief gefallene Ex-Meister im eigenen Stadion gegen ambitionslosen Absteiger Köln einen Punkt, ist der HSV nicht mehr zu retten.

"Dass der HSV in die 2. Liga absteigen könnte, ist eine Horrorvorstellung, eine Horrorvision", sagt Günter Netzer zum ungemütlichen Szenario. Der frühere Erfolgsmanager, unter seiner Leitung gewann der Verein drei Meisterschaften und 1983 den europäischen Meistercup befürchtet, der Traditionsklub könnte von der Bildfläche verschwinden.

Nahe am Abgrund taumelt eine weitere deutsche Ex-Grösse vor sich her: der VfL Wolfsburg, nach dem 1:4-Debakel in Leipzig mehr denn je. Zeitgleich zu den erheblichen juristischen Problemen der VW-Zentrale droht im Fussball-Werk der totale Stillstand. Der als Nothelfer engagierte Bruno Labbadia hat den freien Fall nicht aufgehalten, sondern beschleunigt. Seine Bilanz ist ein einziges Debakel: zehn Partien, ein Sieg, sechs von möglichen 30 Punkten.

Aus dem Kern des desillusionierten Ensembles sickerte durch, dass ein Teil der Verlierer das Vertrauen in den Trainer verloren habe. Man gewinne unter Labbadia wohl keinen Zähler mehr, vermutete eine anonyme Spieler-Quelle. Mehrere mediale Portale zählten den VfL-Coach bereits an; offenbar prüft die in der Krise bislang weitgehend unsichtbare Vereinsführung die Option, einen vierten Trainerwechsel anzuordnen.

Unmittelbar vor der Wolfsburger Chaos-Zone ist Freiburg klassiert. Der Sportclub unterlag in Mönchengladbach 1:3 und bleibt gefährdet. Für die Borussia rückte die Schweizer Fraktion in den Vordergrund. Keeper Yann Sommer brillierte mehrfach, Innenverteidiger Nico Elvedi markierte das kursweisende 2:0, und Josip Drmic schoss das dritte Tor seit seinem Comeback.

Im oberen Bereich der Tabelle sicherte sich Schalke 04 (2:1 in Augsburg) nach einer knapp vierjährigen sportlichen Dürreperiode die Rückkehr in die Champions League. Domenico Tedesco wird nicht als spektakulärster Bundesliga-Rookie-Stratege in die Geschichte eingehen, aber als Meister der Effizienz. Der 32-Jährige stabilisierte das Team des aktuell verletzten Basler Stürmers Breel Embolo auf ansprechendem Niveau.

Noch nicht fix qualifiziert für die europäische Elite-Liga ist Dortmund. Nach tagelangen Favre-Spekulationen erlitt der BVB gegen das deutlich tiefer eingestufte Mainz die vierte Heimniederlage - die erste seit Peter Stögers Einsetzung; unter seinem Vorgänger Thomas Tuchel hatten die Westfalen kein Heimspiel verloren.

Kurztelegramme und Tabelle

Borussia Dortmund - Mainz 1:2 (1:2). - 81'360 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 4. Baku 0:1. 13. Muto 0:2. 16. Philipp 1:2. - Bemerkungen: Dortmund mit Bürki, Akanji.

RB Leipzig - Wolfsburg 4:1 (2:0). - 41'487 Zuschauer. - Tore: 24. Lookman 1:0. 34. Werner 2:0. 47. Didavi 2:1. 52. Lookman 3:1. 63. Augustin 4:1. - Bemerkungen: Leipzig ohne Mvogo, Wolfsburg mit Steffen, ohne Mehmedi (verletzt).

1. FC Köln - Bayern München 1:3 (1:0). - 50'000 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 30. Süle (Eigentor) 1:0. 59. James 1:1. 61. Lewandowski 1:2. 78. Tolisso 1:3.

Werder Bremen - Bayer Leverkusen 0:0. - 42'000 Zuschauer (ausverkauft).

Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg 3:1 (1:0). - 54'018 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 18. Hazard 1:0. 57. Elvedi 2:0. 59. Kleindienst 2:1. 64. Drmic 3:1. - Bemerkungen: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Drmic (bis 73.), ohne Zakaria (gesperrt), Freiburg ohne Sierro (nicht im Aufgebot).

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 3:0 (1:0). - 51'500 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 31. Wolf 1:0. 77. Mascarell 2:0. 91. Meier 3:0. - Bemerkungen: Eintracht mit Fernandes, HSV ohne Janjicic (nicht im Aufgebot).

Augsburg - Schalke 04 1:2 (1:2). - 30'660 Zuschauer. - Tore: 23. Kehrer 0:1. 27. Max 1:1. 34. Finnbogason (Eigentor) 1:2. - Bemerkungen: Augsburg mit Hitz, Schalke ohne Embolo (verletzt).

Hannover 96 - Hertha Berlin 3:1 (3:0). - 49'000 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 4. Harnik 1:0. 40. Sané 2:0. 41. Füllkrug 3:0. 73. Selke 3:1. - Bemerkungen: Hannover mit Schwegler, Berlin mit Lustenberger.

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 2:0 (1:0). - 60'000 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 25. Gomez 1:0. 74. Gomez 2:0. - Bemerkungen: Hoffenheim mit Zuber (bis 67.), ohne Kobel (Ersatz). 65. Gelb-Rot gegen Ascacibar (Stuttgart/Foul).

Rangliste: 1. Bayern München 33/84 (91:24). 2. Schalke 04 33/60 (52:37). 3. Borussia Dortmund 33/55 (63:44). 4. Hoffenheim 33/52 (63:47). 5. Bayer Leverkusen 33/52 (55:42). 6. RB Leipzig 33/50 (51:51). 7. Eintracht Frankfurt 33/49 (45:44). 8. VfB Stuttgart 33/48 (32:35). 9. Borussia Mönchengladbach 33/47 (46:50). 10. Hertha Berlin 33/43 (41:40). 11. Augsburg 33/41 (43:44). 12. Werder Bremen 33/39 (35:39). 13. Hannover 96 33/39 (42:51). 14. Mainz 05 33/36 (37:50). 15. SC Freiburg 33/33 (30:56). 16. Wolfsburg 33/30 (32:47). 17. Hamburger SV 33/28 (27:52). 18. 1. FC Köln 33/22 (34:66).

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