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Fussball: Schlüsselspiel für Deutschland in Frankreich

In der neuen Nations League kommt es am Dienstagabend zu einem kapitalen Spiel: Weltmeister Frankreich empfängt das angeschlagene Deutschland.
Die Kritik an den zuletzt miserablen Resultaten der deutschen Fussball-Nationalelf zielt primär auf Bundestrainer Joachim Löw (Bild: KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON)

Die Kritik an den zuletzt miserablen Resultaten der deutschen Fussball-Nationalelf zielt primär auf Bundestrainer Joachim Löw (Bild: KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON)

(sda)

Letzte Woche ging Deutschland in Holland 0:3 unter. Es hagelte massivste Kritik. Nun droht der Abstieg in die B-Liga. Eine Reaktion der Deutschen ist gefordert. Der Gegner im Stade de France ist allerdings der schwerstmögliche, nämlich der Weltmeister. Die deutschen Spieler und dem deutschen Trainer ist der «Ernst der Lage» bewusst.

«Wir haben in der Gruppe nichts mehr zu verlieren. Wir können nur noch gewinnen. Wir wollen mutig und mit Dynamik nach vorne spielen», so Bundestrainer Joachim Löw. Manuel Neuer, der Goalie und Captains des Teams, hofft, dass «wir das Spielglück wieder auf unsere Seite holen können».

Deutschland belegt in der Gruppe 1 bei Halbzeit des Pensums mit einem Punkt den letzten Platz hinter Frankreich (4 Punkte) und der Niederlande (3). Mit einem Auswärtssieg in Frankreich wäre für die Deutschen sogar der Gruppensieg wieder möglich. Bei einer Niederlage rückt der Abstieg in die B-League näher. «Wir kennen den Ernst der Lage», versichert Neuer, «das Ziel lautet: drei Punkte. Aber man darf auch nicht ausser Acht lassen, dass wir gegen keine 'No Names' spielen.»

Gegner Frankreich ist glänzend besetzt und seit 14 Länderspielen ungeschlagen. Erfolgscoach Didier Deschamps feierte am Montag den 50. Geburtstag. Das Team will ihm einen weiteren Sieg schenken. Und die Kulisse wird stimmungsvoll sein; jedes Heimspiel des Weltmeisterteams garantiert derzeit in Frankreich ein gelungenes Fussballfest.

Ganz anders die Gefühlslage in Deutschland. Nach dem WM-Desaster sagte die Spitze des Deutschen Fussball-Bunds (DFB) klar «Ja» zu Joachim Löw. Nach der Kanterniederlage gegen die Niederlande stellte sich die Trainerfrage aber schon wieder. Löw denkt nach zwölf Jahren aber nichts ans Abdanken. Löw: «Ich kann Kritik einordnen. Ich bin jetzt schon lange in dem Geschäft dabei. Und ich habe auch schon einige Dinge überstanden.»

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