Coronavirus - Schweiz

Schneesportler sollen Rücksicht auf Wildtiere nehmen

Wegen der Corona-Pandemie rechnet der Trägerverein «Natur & Freizeit» im Wintersport mit einem Boom abseits der Pisten. Besonders in einem schneereichen Winter könne dies für Wildtiere weitreichende Folgen haben.

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Schneeschuhlaufen erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Schneeschuhlaufen erfreut sich wachsender Beliebtheit.

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
(sda)

Umso wichtiger sei es, sich an die einfachen Verhaltensregeln zu halten, damit Wildtiere wie Hirsche, Gämsen und Birkhühner genügend Ruhe finden, um gut durch den Winter zu kommen, wie der Verein, eine Koalition aus Sport- und Naturschutzverbänden, am Donnerstag mitteilte. Mit der Kampagne «Respektiere deine Grenzen - Schneesport mit Rücksicht» wolle man Schneesportler sensibilisieren.

Für diesen Winter würden Tourismus-Destinationen einen zusätzlichen Anstieg der Sportarten abseits der Pisten erwarten, insbesondere beim Schneeschuhlaufen und Skitourenfahren. Diese Sportler bewegten sich auch in unberührten Winterlandschaften - gerade dort müsse man auf Wildruhezonen beachten. Zudem solle man im Wald auf bezeichneten Routen bleiben, den Waldrand meiden und Hunde an der Leine führen.

Schneller als man denke, komme man Wildtieren zu nahe, heisst es. Doch die Tiere brauchten ungestörte Gebiete, denn tiefe Temperaturen und ein karges Nahrungsangebot im Winter würden zum Beispiel Gämsen und Hirsche zum Energiesparen zwingen. Jede Flucht vor einer Schneesportlerin oder einem Schneesportler abseits der Pisten führe zu einem Verlust wertvoller Energie.

Mit Flyern, Plakaten, Bannern und Spots auf Bildschirmen in Postautos oder Outdoor-Verkaufsläden macht die Kampagne auf die Verhaltensregeln aufmerksam. Sämtliche Wildruhezonen der Schweiz finden sich auf der Kampagnen-Website, wie es weiter heisst.

www.natur-freizeit.ch/schnee