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Schweizer Degenfechter in Wuxi gefordert

Die Schweizer Degen-Männer können an den Weltmeisterschaften im chinesischen Wuxi im Optimalfall wieder in den Kampf um Medaillen eingreifen.
Max Heinzer (links) und Nationaltrainer Didier Ollagnon müssen an den WM im chinesischen Wuxi ihre ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (Bild: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

Max Heinzer (links) und Nationaltrainer Didier Ollagnon müssen an den WM im chinesischen Wuxi ihre ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (Bild: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

(sda)

Im Vorjahr in Leipzig verpassten die Männer den erstmaligen Schweizer WM-Titelgewinn im Teamwettbewerb nur hauchdünn. Als Teamleader Max Heinzer mit einer Hirnerschütterung die Planche bei einer 32:29-Führung verlassen musste, zog die Schweiz gegen den hochfavorisierten Olympiasieger Frankreich doch noch den Kürzeren (43:45).

«Rückblickend war Silber ein ganz toller Erfolg für uns. Wir wären froh, wenn wir dieses Jahr in die Nähe davon kommen würden», sagte Heinzer gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Vor einem Monat schaute an den Europameisterschaften mit dem 4. Rang laut Heinzers Einschätzung das Optimum heraus. «Nach unserer Saison mit einem Podestplatz in sechs Wettkämpfen (fünf Weltcups und EM) dürfen wir erneut nicht von einem Wunder ausgehen. Eine Top-8-Klassierung ist momentan in etwa unser Potenzial. Natürlich werden wir aber Vollgas geben und glauben an einen Exploit.»

Die Schweizer sind aktuell die Nummer 5 der Welt hinter Frankreich, Europameister Russland, Südkorea und Italien. Im Bereich der Top 6 der Welt müssen die Schweizer im Teamwettbewerb verbleiben, um die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 zu schaffen. Die einjährige Qualifikationsphase beginnt im nächsten Frühjahr.

Nur Heinzer direkt in den Top 64

Der zehnfache Einzelweltcup-Gewinner Heinzer zählt im Einzel in Wuxi als Nummer 5 der Welt zu den 16 Gesetzten für die Top 64. «Ich betrachte die Top 15 der Welt als Medaillenkandidaten, dazu kommen einige erfahrene Fechter, die zwar schlechter klassiert, aber immer für eine Überraschung gut sind.» Dem zweifachen Olympia-Diplomgewinner Heinzer fehlt in seinem umfangreichen Palmarès noch der Gewinn einer Einzel-WM-Medaille.

Ausser Heinzer müssen alle Schweizer WM-Teilnehmer, unter ihnen der Olympia-Vierte Benjamin Steffen, sowie die U23-Team-Europameister Alexandre Pittet und Alexis Bayard bereits in der Qualifikation antreten.

Heinzer und Steffen sind sowohl im Einzel als auch im Team am Start. Nur fürs Team gemeldet ist wie vor einem Monat an der EM der Tessiner Michele Niggeler, der mit Heinzer und Steffen im Vorjahr WM-Silber gewann. Ebenfalls nur für die Equipe ist wie an der EM der Walliser Lucas Malcotti selektioniert.

Bei den als klare Aussenseiter antretenden Schweizer Frauen ist das helvetische Quartett fürs Einzel und das Team ebenfalls mit der EM-Besetzung von Novi Sad identisch. Pauline Brunner, Laura Stähli und Angela Krieger schafften am Donnerstag im Einzel immerhin den Vorstoss in die Top 64 vom Sonntag. Einzig Noemi Moeschlin scheiterte.

Die Gegebenheiten an der WM-Stätte in Wuxi stuft Heinzer als anforderungsreich ein. «Es herrscht grosse Hitze bei enormer Feuchtigkeit, und die Hallen sind bislang nicht klimatisiert gewesen. Ich bin sehr froh, dass ich meine Kühlweste dabei habe und diese in den letzten Wochen in Magglingen im Training getestet habe.»

Europäische Ernährung - und mehr Geduld?

Aufgrund der strapaziösen Bedingungen überlegt sich Heinzer eine Anpassung seines Fechtstils - weniger Offensiv-Punch und mehr Geduld. «Bei dieser Hitze könnte ein kluges defensives Verhalten sehr erfolgreich sein, auch wenn ich dies selber nicht so mag.»

Keine Kompromisse gibt es dagegen in der Ernährung. «Wir haben einen eigenen Koch, essen europäisch und wagen keine kulinarischen Experimente», sagt Heiner.

Im Dezember wurde der 30-jährige Schwyzer erstmals Vater. «Ich bin dieses Jahr sicher nicht übertrainiert, die tolle neue Rolle als Familienvater hat mich schon auch beschäftigt in den letzten Monaten. Und die zwei Wochen China fern von meiner Familie sind nicht einfach für mich. Trotzdem nehme ich die WM sehr seriös und hoffe, meine gute Saison erfolgreich abschliessen zu können.»

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