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Schweizer Degenfechter verpassen EM-Bronze

Die Schweizer Degenfechter werden an den Fecht-Europameisterschaften Vierte.
Die Schweizer Degenfechter (rechts mit Max Heinzer) wurden erneut EM-Vierte (Bild: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

Die Schweizer Degenfechter (rechts mit Max Heinzer) wurden erneut EM-Vierte (Bild: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

(sda)

Die WM-Zweiten um Teamleader Max Heinzer unterlagen im serbischen Novi Sad im Gefecht um den 3. Rang dem Olympia-Zweiten Italien mit 29:45.

Davor waren die letztjährigen Schweizer WM-Zweiten in den Halbfinals am Olympiasieger und Weltmeister Frankreich ebenfalls deutlich mit 27:45 unterlegen. Frankreich verlor dann aber den Final gegen Titelverteidiger Russland mit 34:45.

Mit dem Top-4-Vorstoss erreichten die Schweizer immerhin ihr Hauptziel und sammelten Selbstvertrauen für die WM in einem Monat in China. Schliesslich hatten die Schweizer in fünf Saison-Weltcups nur einmal das Podest (3. Heidenheim) erreicht. Und im Vorjahr hatte an den EM nur der 8. Rang herausgeschaut.

«Es war ein Okay-Tag und das Maximum für uns. Wir müssen einen aussergewöhnlichen Tag erwischen, um Top-Nationen wie Frankreich oder Italien zu schlagen», bilanzierte Heinzer.

Das Gefecht um Platz 3 gegen Italien verlief zunächst beidseits verhalten. Nach drei von neun Gefechten lagen die Schweizer mit 2:4 zurück. Dann kassierte Michele Niggeler gegen Gabriele Cimini ein 1:4 zum 3:8. Von dieser Rücklage erholten sich die Schweizer nicht mehr. Die Italiener bauten in der Folge ihren Vorsprung weiter aus.

Dabei war Niggeler im Vorjahr beim Sieg im WM-Viertelfinal über Italien noch der Schweizer Matchwinner gewesen. Der Tessiner wurde für Novi Sad trotz schwacher Resultate im aktuellen Einzel-Weltcup (nie in den Top 64 dieser Saison) erneut fürs EM-Team nominiert, weil er als «Italien-Insider» gilt. Er studiert in Mailand und fungiert dort auch als Trainingspartner des italienischen Nationalteams.

Die Schweizer schalteten zunächst Dänemark aus (45:33) und gewannen danach in den Viertelfinals gegen Mitfavorit Ungarn mit 42:34. Schlussfechter Heinzer hatte dabei gegen Andras Redli mit einem 16:17-Rückstand übernommen. «Mein Energie-Level war höher als drei Tage zuvor im Einzel», sagte Heinzer.

Heinzer hatte schon im letztjährigen WM-Halbfinal gegen Ungarn im abschliessenden Team-Gefecht gegen Redli ein Rückstand gekehrt. Damals war Heinzer mit einem 11:15-Rückstand angetreten. Der Schwyzer führte dann mit einem Offensiv-Feuerwerk die Schweizer noch zu einem 37:32-Sieg über die Ungarn.

Während Teamleader Heinzer in den EM-Viertelfinals beim Sieg über Ungarn noch Matchwinner war, kam er bei der Neuauflage des WM-Finals gegen Frankreich nicht richtig auf Touren und verzeichnete in allen drei Gefechten eine Minus-Bilanz. «Die Franzosen waren diesmal eine Nummer zu gross für uns», sagte Heinzer.

Vom Schweizer Trio konnte einzig der später angeschlagene Olympia-Vierte Benjamin Steffen (Hüftprobleme) eines seiner drei Gefechte mit einer positiven Bilanz abschliessen; er brachte die Schweiz mit einem 4:3 über Einzel-Europameister Yannick Borel zwischenzeitlich mit 6:5 in Führung.

Im letztjährigen WM-Final waren die Schweizer den Franzosen nur knapp unterlegen (43:45). Die Schweizer führten damals mit einem maximalen Vorsprung von sieben Treffern. Schlussfechter Max Heinzer musste aber nach einem Sturz auf den Hinterkopf beim Stande von 32:29 mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgewechselt werden.

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