U20-WM

Schweizer Junioren mit Fehlstart

Den Schweizern missglückt der Start in die U20-Weltmeisterschaft in Edmonton. Das Team von Trainer Marco Bayer unterliegt der Slowakei 0:1.

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Die Schweizer verlieren trotz starker Leistung von Goalie Thibault Fatton

Die Schweizer verlieren trotz starker Leistung von Goalie Thibault Fatton

KEYSTONE/AP/JASON FRANSON
(sda)

Ein Sieg sei ein Muss, hatte Bayer im Vorfeld der Partie gesagt. Gleichzeitig rechnete er mit einem engen Spiel. Und tatsächlich befanden sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Aus dem geforderten Sieg wurde allerdings nichts. Den einzigen Treffer erzielte in der 55. Minute der Slowake Roman Faith. In der Folge konnten die Schweizer noch zweimal in Überzahl agieren, der Ausgleich gelang ihnen aber trotz guten Möglichkeiten nicht mehr. Die beste Chance zum 1:1 vergab Verteidiger Inaki Baragano (57.), der das leere Tor vor sich hatte, jedoch am spektakulär parierenden slowakischen Keeper Simon Latkoczy scheiterte.

Beinahe wäre den Schweizern ein optimaler Start ins Turnier gelungen, Lionel Marchand vergab in der ersten Minute eine gute Möglichkeit zum 1:0. In der fünften Minute scheiterte Raymond Fust am Pfosten. Die Schweizer machten sich das Leben aber selber schwer, in dem sie in den ersten 23 Minuten gleich vier Strafen kassierten. Jedoch war auf Goalie Thibault Fatton Verlass. Der beim U20-Team des HC Lugano tätige 19-Jährige wehrte 31 Schüsse ab. In der 35. Minute rettete er nach einer 2:1-Situation gegen Michal Mrazik.

Überzeugten die Schweizer in der Defensive, fehlte ihnen vorne die Durchschlagskraft. Auch der auffällige Captain Simon Knak brachte den Puck nicht am starken Latkoczy vorbei. Bayer fehlte der absolute Wille, einen Treffer zu erzielen. «Die fehlende Konsequenz vor dem gegnerischen Tor hat uns den Sieg gekostet», sagte er. An Chancen habe es ihnen nicht gefehlt.

Zudem wirkten sich die vielen Strafen zu Beginn des Spiels negativ auf den Rhythmus aus. «Das darf nicht passieren», sprach Knak Klartext. «Wir bewegten im ersten Drittel die Beine zu wenig.» Die Strafen hätten viel Kraft gekostet, die ihnen am Ende gefehlt habe. «Bei fünf gegen fünf Feldspielern waren wir die bessere Mannschaft», fuhr Knak fort.

Die Niederlage gegen die Slowaken, den vermeintlich schwächsten Gegner in der Vorrunde, bringt die Schweizer im Kampf um die Viertelfinal-Qualifikation in arge Bedrängnis. Der nächste Gegner ist am Sonntagabend Finnland, das an den letzten sieben U20-Weltmeisterschaften dreimal den Titel gewonnen hat - zuletzt 2019. Dann ist eine klare Steigerung erforderlich, um das Eis nicht erneut als Verlierer zu verlassen.

Telegramm:

Schweiz - Slowakei 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

Edmonton. - SR Lawrence/Sandlak (CAN), Chaput/Harris (CAN). - Tor: 55. Faith (Nemec, Mrazik) 0:1. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 plus 10 Minuten (Knazko) gegen die Slowakei.

Schweiz: Fatton; Baragano, Chanton; Fiedler, Meier; Vouardoux, Pezzullo; Delémont, Guggenheim; Hofer, Schläpfer, Marchand; Bottini, Canonica, Knak; Biasca, Allenspach, Fust; Jobin, Derungs, Dähler.

Bemerkungen: Schweiz ohne Salzgeber (angeschlagen).