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Schweizer Nationalteam in der Bringschuld

Das Abschneiden der Schweiz an der am Freitag beginnenden WM in Dänemark ist kaum vorhersehbar. Seit einigen Jahren präsentiert sich die Schweizer Auswahl an den grossen Turnieren instabil.
Die Spieler des Schweizer Nationalteams hören Trainer Patrick Fischer (vorne links) im Training genau zu (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Die Spieler des Schweizer Nationalteams hören Trainer Patrick Fischer (vorne links) im Training genau zu (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Das Abschneiden der Schweiz an der am Freitag beginnenden WM in Dänemark ist kaum vorhersehbar. Seit einigen Jahren präsentiert sich die Schweizer Auswahl an den grossen Turnieren instabil.

Die Ära von Ralph Krueger zeichnete sich durch Konstanz aus. Zwischen 1998 und 2009 gab es nur einen Ausreisser gegen oben (4. Rang 1998) und einen gegen unten (10. Rang 2002). Mit der Amtsübernahme von Sean Simpson kam im positiven wie im negativen Sinn Leben ins Spiel.

Mit dem Gewinn der Silbermedaille 2013 erlebten die Schweizer den Höhepunkt ihrer Verbandsgeschichte, zweimal aber schaute nur der 11. Rang hinaus. In zehn Turnieren inklusive Olympia erreichte die Schweiz nur viermal die Viertelfinals; die Kurve schlug unter Simpson, Glen Hanlon und nun Patrick Fischer deutlicher aus als in der am Ende langweilig erscheinenden Zeit unter Krueger.

Fischer ist seit seiner Amtsübernahme 2015 auf der Suche nach der Konstanz ebenfalls noch nicht fündig geworden. Nach einem missglückten Debüt an der WM 2016 (11.) ging es vor einem Jahr (6.) bergauf. An den Olympischen Spielen in Pyeongchang aber folgte mit dem Ausscheiden in den Achtelfinals gegen Deutschland (1:2 nach Verlängerung) der Rückschlag.

Scharte auswetzen

Was kann an der ersten A-WM in Dänemark also vom Schweizer Team erwartet werden? In der Vorbereitung lieferten die Schweizer unterschiedliche Leistungen ab. Weil Fischer die komplette WM-Mannschaft aber nie zur Verfügung stand, bleiben die Tests ein Muster ohne Wert.

Nach den wenig erbaulichen Auftritten in Pyeongchang nehmen die Schweizer die WM aus der Defensive in Angriff. Geht es nach Fischer, soll es wieder einen Schritt vorwärts gehen. Seine Mannschaft sei nach dem missglückten Olympia-Turnier "in der Bringschuld", betonte er in den letzten Wochen mehrmals. Nicht nur er, auch seine Spieler wollten die Scharte auswetzen.

Last-Minute-Absagen

Tatsächlich erhielt Fischer kaum Absagen, die nicht medizinisch begründet werden konnten. Am Ende waren es aber zahlreiche Spieler, die verletzungsbedingt passen mussten, diese Woche noch die Stürmer Fabrice Herzog (ZSC Lions/Hand) und - drei Tage vor dem Startspiel gegen Aufsteiger Österreich - Thomas Rüfenacht (Bern/Rücken).

Fischer nimmt sein viertes grosses Turnier damit mit nur 13 statt 14 Stürmern (dafür 9 Verteidigern) in Angriff. Umso mehr hofft der Zuger deshalb auf weitere Zuzüge aus Nordamerika im Verlauf der WM (Timo Meier, Roman Josi, Kevin Fiala und Yannick Weber).

Hoffen auf Niederreiter und Andrighetto

Zu den Knackpunkten im Schweizer Spiel dürften auch in Dänemark die Abschlussstärke und das Powerplay werden, zwei Disziplinen, in denen die Schweizer selten zu den Besten gehören. Abhilfe schaffen sollen vor allem die NHL-Stürmer Nino Niederreiter (Minnesota) und Sven Andrighetto (Colorado).

Niederreiter, der seine fünfte WM bestreitet, ist zusammen mit Simon Moser und Captain Raphael Diaz (jeweils sechste WM) der erfahrenste der Feldspieler im vorläufigen Aufgebot von 25 Akteuren. Gleich zehn Spieler reisen erstmals an ein grosses Turnier. Allein in der Verteidigung stehen mit Jonas Siegenthaler, Lukas Frick, Dave Sutter, Mirco Müller und Michael Fora fünf Neulinge im Kader.

Top besetzt ist die Mannschaft auch in der Defensive nicht. Dass die WM deswegen zum Flop wird, muss nicht sein. Schon oft überraschten die Schweizer ausgerechnet an jenen Turnieren, in denen sie im Vorfeld nicht allzu viel Kredit genossen hatten.

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