Schweizer Skispringer kassieren am Kulm eine Schlappe

Bei den Schweizer Skispringern steckt derzeit der Wurm drin.

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Simon Ammann hat im Sessellift am Kulm nichts zu lachen.

Simon Ammann hat im Sessellift am Kulm nichts zu lachen.

KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
(sda)

Nachdem der WM-Dritte Killian Peier in ein sportliches Tief gefallen war und den Weltcup-Tross zugunsten von Trainingseinheiten verlassen hat, musste nun auch Simon Ammann beim Skiflug-Wochenende am Kulm in Tauplitz eine herbe Niederlage einstecken. Der Toggenburger scheiterte am Sonntagmorgen in der Qualifikation, am Samstag war es ihm mit dem Verpassen des Finaldurchgangs nicht viel besser ergangen.

Ammann ist ein begnadeter Skiflieger. Dies hatte er zuletzt vergangenen März beim Saisonfinale in Planica bewiesen. Nicht zuletzt sein Top-Ten-Niveau in Slowenien bewog ihn dazu, seine Karriere zu verlängern. In Planica, wo der 38-Jährige vor zehn Jahren Skiflug-Weltmeister geworden war, stehen in einem Monat erneut die Titelkämpfe an. Um sich auf die Weltmeisterschaften in Slowenien vorzubereiten, bleiben den Skispringern heuer nur die beiden Wochenenden am Kulm und in Vikersund.

Nach einen ansprechenden Saisonbeginn zeigt Ammanns Formkurve bergab. Das letzte vielversprechende Resultat gelang ihm zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf mit einem 16. Rang. Seither kommt er nicht mehr richtig ins Fliegen.

Stefan Kraft feierte am Sonntag seinen ersten Weltcupsieg auf heimischem Boden. Der Sieg für den Österreicher kam auf Grund der Wertung des ersten Umgangs zustande. Der Finaldurchgang musste nach 27 von 30 Springern wegen zu starker Winde abgebrochen werden.