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Schweizer starten gegen Tschechien in die U20-WM

Die Schweizer Junioren starten am Mittwoch mit der Partie gegen Tschechien in die U20-Weltmeisterschaft im kanadischen Vancouver und Victoria. Ein Exploit wäre mal wieder an der Zeit.
Trainer Christian Wohlwend hofft auf einen Exploit der U20-Nationalmannschaft an der WM an der kanadischen Westküste (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Trainer Christian Wohlwend hofft auf einen Exploit der U20-Nationalmannschaft an der WM an der kanadischen Westküste (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda)

Die Schweizer Nationalmannschaft hat im vergangenen Mai in Kopenhagen zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren WM-Silber gewonnen. Von solchen Erfolgen können die U20-Junioren nur träumen. Die einzige WM-Medaille, eine bronzene, liegt bereits 20 Jahre zurück. Seither erreichten die Schweizer noch zweimal die Halbfinals, letztmals vor acht Jahren in Saskatoon, als der mittlerweile in der NHL etablierte Nino Niederreiter die grosse Figur im Team war.

Unter Wohlwend, der zum dritten Mal an einer U20-WM in der Verantwortung steht, erreichten die Schweizer immerhin zweimal die Viertelfinals, nachdem sie zuvor zweimal hintereinander das Playout gegen den Abstieg hatten bestreiten müssen. Vor zwei Jahren kamen sie im Viertelfinal gegen den späteren Weltmeister USA (2:3) einem Exploit nahe. Damals standen Wohlwend mit Jonas Siegenthaler und vor allem dem Nummer-1-Draft Nico Hischier zwei Ausnahmekönner zur Verfügung. Solche gibt es in der aktuellen Mannschaft nicht. «Vom Talent her ist es aber das breiteste Team, das ich je hatte», sagte Wohlwend.

Zwölf Spieler aus dem aktuellen Aufgebot - deren vier werden noch gestrichen - waren schon vor einem Jahr in Buffalo dabei. Die damals gemachten Erfahrungen erachtet Wohlwend als sehr wertvoll, da sie das gesamte Paket schon kennen würden. Acht Spieler sind in der laufenden Meisterschaft in der National League zum Einsatz gekommen. «Alle vier Linien können Tore schiessen», so Wohlwend. Allerdings wisse man auf Junioren-Stufe nie genau, wie das Niveau der anderen Mannschaften sei. Plötzlich würden Spieler «aus dem Boden schiessen».

Bei den Schweizern ist diesbezüglich Verteidiger Janis Moser ein gutes Beispiel. Der 18-Jährige hat sich bei Biel zum Stammspieler entwickelt. Er weist eine Plus-7-Bilanz aus, was der drittbeste Wert bei den Seeländer ist. Insofern sind für Wohlwend die drei Vorbereitungspartien ein guter Indikator, wie stark die Mannschaft wirklich ist. Die erste ging gegen Kanada 3:5 verloren, wobei die Schweizer nach einem 1:4 auf 3:4 verkürzten und den fünften Gegentreffer erst in der letzten Minute kassierten. Dementsprechend zufrieden war Wohlwend mit der Leistung.

Dänemark als Schlüsselspiel

Das Minimalziel ist klar: der Einzug in die Viertelfinals. Dafür ist in der Gruppe A mindestens Rang 4 notwendig. Die Schweizer müssen also ein Team aus dem Quartett Tschechien, Kanada, Dänemark und Russland hinter sich lassen. Die Tschechen stuft Wohlwend als sehr stark ein, Kanada und Russland sind das ohnehin.

Insofern ist ein Sieg gegen Dänemark Pflicht. Beim letzten Aufeinandertreffen an einer U20-WM vor zwei Jahren gewannen die Schweizer 5:4 nach Penaltyschiessen, nachdem es 2014 (3:4 n.P.) und 2015 (1:2) jeweils Niederlagen gegen die Skandinavier abgesetzt hatte. «Die Dänen haben diesmal eine nicht so talentierte Mannschaft wie auch schon, sie spielen aber sehr aufopferungsvoll», urteilte Wohlwend.

Unterstützt wird er diesmal von Tommy Albelin, der auch im A-Nationalteam als Assistent fungiert, und von Paul DiPietro, dem Schweizer Olympia-Helden von 2006. Der Schwede Albelin kümmert sich um die Verteidiger und das Boxplay, DiPietro um die Stürmer und das Powerplay. «Wir trennen die Verteidiger und die Stürmer viel», erklärte Wohlwend. Am 23. Dezember reist auch Nationaltrainer Patrick Fischer nach Kanada, er wird aber nicht auf dem Eis oder in der Garderobe sein, sondern anderweitig helfen.

Vor einem Jahr gehörte auch der renommierte Sportpsychologe Saul Miller zum Staff. Zwar hält Wohlwend viel von mentalem Training und findet diesbezügliche Hilfsmittel sensationell. Eine Erkenntnis aus der letzten U20-WM war aber, dass sie in diesem Bereich «viel zu viel gemacht und die Spieler zu viel studiert haben». Nun will Wohlwend mehr verdeckt machen. Schliesslich brauchen die Spieler einen klaren Kopf, soll es mal wieder einen Exploit geben.

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