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Schweizer Team über Mitteldistanz mit kompletten Medaillensatz

Matthias Kyburz gewinnt an den Europameisterschaften im Tessin über die Mitteldistanz seine zweite Goldmedaille. Julia Gross hingegen wird nachträglich als Siegerin disqualifiziert
Matthias Kyburz in Jubelpose (Archivaufnahme) (Bild: KEYSTONE/ORIENTEERING WORLD CUP FINAL/REMY STEINEGGER)

Matthias Kyburz in Jubelpose (Archivaufnahme) (Bild: KEYSTONE/ORIENTEERING WORLD CUP FINAL/REMY STEINEGGER)

(sda)

Das Rennen der Männer endete mit einem Doppelsieg durch Matthias Kyburz und Florian Howald aus Schweizer Sicht erfolgreicher als der Lauf der Frauen, die allerdings den viel dramatischeren Wettkampf boten. Die siebenfache Junioren-Weltmeisterin Simona Aebersold fasste dabei mit dem überraschenden Gewinn der Bronzemedaille bei der Elite auf Anhieb Fuss. Die 20-Jährige aus dem Berner Seeland kam unverhofft zu Bronze, nachdem die vermeintliche Siegerin Julia Gross ein paar Minuten nach dem Zieleinlauf disqualifiziert worden war.

Aebersold büsste auf die ebenfalls überraschende Siegerin Marika Teini 18 Sekunden ein. "Unglaublich. Damit hätte ich nie gerechnet", sagte das Schweizer Nachwuchstalent, das aus einer erfolgreichen OL-Familie stammt. Ihr Vater Christian feierte 1991, 1993, und 1995 WM-Gold mit der Staffel.

Die Finnin Teini war die Profiteurin eines kapitalen Fehlers der Favoritin und Titelverteidigerin Tove Alexandersson. Die Schwedin verspielte nach einer Suchaktion am zweitletzten Posten ihr Polster von rund zweieinhalb Minuten. Teini gewann ihr zweites EM-Gold, allerdings erstmals in einer Einzel-Disziplin.

Die Zürcherin Julia Gross traf mit einer halben Minute Vorsprung im Ziel ein und wurde von ihren Kolleginnen gefeiert und hochgeworfen. Die Party war für die Überraschungsfrau allerdings von kurzer Dauer, die Enttäuschung bitter. Die Datenauswertung im Ziel zeigte, dass Gross den Posten 10 nicht quittiert hatte und von Nummer 9 direkt auf die Nummer 11 zugesteuert war - diese Posten lagen in einer Linie. Gross hätte zwar nicht Gold aber wohl ein Medaille gewonnen, hätte sie alle Posten angelaufen. Dies ergaben die Analysen. Aebersold war somit die Nutzniesserin des Fehlers ihrer Teamkollegin.

Mit Natalia Gemperle patzte eine weitere Titelanwärterin. Die mit einem Schweizer verheiratete Russin büsste gleich zu Beginn viel Zeit ein und lag im 39. Zwischenrang. Bis ins Ziel arbeitete sie sich noch auf den 6. Rang vor.

Jetzt noch die Langdistanz

Matthias Kyburz setzte sich drei Tage nach dem Ex-aequo-Sieg im Sprint auch in Serpiano über die Mitteldistanz durch. "Ein perfekter Lauf", analysierte der vierfache Weltmeister, der in diesem Jahr nach dem Abschluss seines Biologie-Studiums voll auf die Karte Sport setzt. Der 28-Jährige verteidigte somit seine Titel erfolgreich. Bereits an den Europameisterschaften 2016 in Tschechien hatte er in diesen beiden Disziplinen gewonnen.

Gleichwohl hat der Fricktaler im Tessin seine Mission noch nicht erfüllt. Einen Makel will er nun unbedingt beseitigen. Auf der Langdistanz steht er bislang an Grossanlässen ohne Medaille da.

Beim Berner Florian Howald hängt nun von Europameisterschafts-Läufen ein kompletter Medaillensatz im Schrank. Vor zwei Jahren wurde er Dritter im Sprint und Sieger mit der Staffel. Auf Kyburz büsste er am Mittwoch in der kartentechnisch anspruchsvollsten Disziplin 1:10 Minuten ein. Bronze holte der Routinier Olav Lundanes aus Norwegen.

Mit sechs Medaillen hat die Schweiz ihr Soll an diesen Titelkämpfen bereits erfüllt. In der Mixed-Staffel, den Staffeln sowie der Langdistanz dürften weitere hinzukommen.

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