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Schweizerinnen verspielen gegen Spanien 2:0-Satzführung

Nach drei 0:3-Niederlagen verpassen die Schweizerinnen an der Volleyball-EM im 4. Spiel den 1. Sieg knapp. Beim 2:3 gegen Spanien fehlt der Auswahl von Timo Lippuner nur wenig zum historischen Erfolg.
Die Schweizer Angreiferin Maja Storck (im weissen Dress) überzeugte gegen Spanien mit 26 Punkten (Bild: KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK)

Die Schweizer Angreiferin Maja Storck (im weissen Dress) überzeugte gegen Spanien mit 26 Punkten (Bild: KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK)

(sda)

25:22, 25:21, 24:26, 22:25 und 13:15 im Tiebreak lautete aus Schweizer Sicht das harte Verdikt nach einem über zweistündigen Abnützungskampf.

Hatten sich die Schweizerinnen am Sonntag noch über den Beinahe-Satzgewinn gegen Rekordchampion Russland gefreut, sass die Enttäuschung über den verpassten Coup gegen die favorisierten Spanierinnen diesmal tief. Es wäre der erste EM-Sieg eines Frauen-Nationalteams seit 48 Jahren gewesen. An den europäischen Titelkämpfen 1971 bezwang ein Team aus Schweizer Amateurinnen Schweden in der Vorrunde 3:1.

«Es tut weh, dass wir im dritten Satz den Sack nicht zumachen konnten», sagte der Nationaltrainer Timo Lippuner. Den Schweizerinnen war es mit einer 2:0-Satzführung im Rücken nicht gelungen, beim Stand von 24:24 nochmals zu punkten. Lippuner führte das auf «fehlende Reife und Erfahrung auf diesem Niveau» zurück.

Mehrfach Moral bewiesen

Das mit durchschnittlich 21,5 Jahren jüngste Team unter den 24 EM-Teilnehmern bewies auch bei seinem vierten Auftritt in der Slowakei starke Moral. Die Schweizerinnen kämpften sich nach Rückständen mehrmals wieder zurück. So auch im Entscheidungssatz, als Spanien gleich mit 6:1 vorlegen konnte. «Das war Gift», meinte Künzler, die mit 22 Punkten hinter Maja Storck (26) zweitbeste Angreiferin im Schweizer Spiel.

Besonders mit dem Start konnten die Schweizerinnen zufrieden sein. Es gelang ihnen in den ersten beiden Sätzen ausgezeichnet, die taktischen Vorgaben ihres Trainers umsetzen und so das gewohnt schnelle Spiel der Spanierinnen zu unterbinden. Insbesondere Ana Escamilla, die beste Punktesammlerin des gesamten Turniers, bekundete grosse Mühe.

Auch wenn es für die Schweizerinnen am Donnerstag im abschliessenden Gruppenspiel gegen Weissrussland nun nicht mehr möglich ist, sich für die K.o.-Runde zu qualifizieren, wollen sie ihre EM-Premiere unbedingt mit einem positiven Erlebnis abschliessen. Einfach wird das jedoch nicht, weil die Osteuropäerinnen noch um einen der vier Achtelfinalplätze in der Sechsergruppe im Rennen sind.

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