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Sieg gegen SC Buochs: Die Zuger zünden ein Feuerwerk zu Saisonbeginn

Zug 94 gewinnt das Zentralschweizer Fussballderby gegen den SC Buochs verdient mit 1:0.
René Barmettler
Der Buochser Fabian Nickel (rechts) versucht den Zuger Diego Zoller zu stoppen. Bild: Nadia Schärli (Zug, 3. August 2019)

Der Buochser Fabian Nickel (rechts) versucht den Zuger Diego Zoller zu stoppen. Bild: Nadia Schärli (Zug, 3. August 2019)

Die Sitzbänke im Hertiallmendstadion in Zug hatten in den obersten Reihen während der Sommerpause Staub angesetzt, das Reinigungspersonal weilt wohl noch in den Ferien. Wie auch ein Spieler von Zug 94 (Marco Weiss) und deren drei des Gastes aus Buochs (Joel Sousa, Anton Marku, Augustin Tanushaj), die auf den Matchaufstellungen bei den Abwesenden mit «Ferien» begründet waren. Keine Ferienstimmung herrschte bei den Zuger Spielern, die auf dem Platz standen. Nach Anpfiff des Schiedsrichters in diese neue 1.-Liga-Saison stürmte das Heimteam von der ersten Sekunde weg auf das Gehäuse der Nidwaldner und zündete ein Feuerwerk.

Ein Zuger Spieler sollte die erste Halbzeit prägen: Neuzugang Daniel Babic (31). Nicht weniger als fünf Chancen hatte der Zürcher in den ersten 45 Minuten – immer wieder Babic, war man geneigt zu sagen. Und trotzdem stand es zur Pause nur 1:0, denn Babic verwertete bloss seine zweite Gelegenheit, als er der Buochser Abwehr in der 6. Minute enteilen und mit einem satten Schuss Torhüter Kevin Epp, den Neuzugang aus Altdorf, bezwingen konnte. Babic war es wohl auch, der das 2:0 durch einen Weit-Direktschuss von Armand Loue verhinderte. Der Ball landete platziert im Tor, doch die Sicht wurde Epp durch eine Abseitsposition genommen, deshalb wurde dieser Treffer aberkannt.

Nach zehn Minuten flachte die Partie dann ab, Buochs erhielt nun etwas mehr Zugriff auf das Spiel. «Wir wollten auf diese Art ins Spiel starten», sagte Zug-Trainer Ergün Dogru hinterher, «schade, dass wir die Druckphase nicht länger durchziehen konnten.» Doch zu zwingenden Chancen kamen die Gäste nicht, die beste der ersten Halbzeit vergab Stürmer Patrik Gjidoda. Er umspielte wohl Zug-Goalie Mario Pastore, doch die zurückgeeilten Verteidiger konnten den Abschluss locker klären (29.). «Wir waren etwas nervös, nahmen uns wohl zu viel vor», versuchte SCB-Trainer Thomas Heitzmann den verhaltenen Start der Buochser zu erklären.

Zug 94 bringt sich fast um den verdienten Lohn

Die zweite Halbzeit fand dann mehrheitlich in der Platzhälfte der Zuger statt. Doch die Platzherren unterbanden die Bemühungen der Nidwaldner konsequent. «Wir wollen diese Saison so spielen: Aggressiv den Ball zurückerobern und mehr Bewegung reinbringen.» Es klappte wie gewünscht, doch ein Schönheitsfehler blieb für Dogru:

«Die Chancenauswertung war nicht gut genug.»

Und so kam es, dass die Zuger sich beinahe um den verdienten Lohn brachten. In der 73. Minute scheiterten Gjidoda und Leonardo Würmli nacheinander an Pastore. Und als die 93. und letzte Spielminute lief, unternahmen die Buochser einen letzten Anlauf, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Christophe Lamberts weit geschlagener Flankenball erreichte wiederum Gjidoda. Doch dieser vertändelte den Ball und verpasste so den Abschluss. Dieser war sinnbildlich für den Buochser Auftritt: Fast in jeder Hinsicht enttäuschend. Teil der Erklärung für den bescheidenen Auftritt waren für Heitzmann die Absenzen: «Diese waren schwierig zu kompensieren.»

Sein Gegenüber war ob der Darbietung seines Teams grundsätzlich zufrieden, «auch wenn einige Neulinge noch etwas Mühe mit dem grossen Platz hatten». Von ihm aus hätte das Zuger Feuerwerk zu Saisonbeginn ruhig noch etwas länger dauern dürfen.

Zug 94 – Buochs 1:0 (1:0)

Hertiallmend. – 180 Zuschauer. – SR Jaussi. – Tor: 6. Babic 1:0. – Zug 94: Pastore; Thaqi, Mollet (36. Wüest), Neziri; Paglia; Burkard, Zoller; Martino (70. Hanusch); Simic (59. Sönmez), Babic (89. Kahveci), Loue. – Buochs: Epp; Kqira, Guidotti, Fabian Nickel, Trajkovic (55. Würmli); De Michelangeli (86. Frank), Lambert, Abaidia (55. Stojanov); Schumacher, Gjidoda, Tobias Nickel (84. Gabriel).

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