Simon Moser und Dominik Kubalik als «MVP» ausgezeichnet

Schweizer Meister SC Bern räumt an den Swiss Hockey Awards ab. Zum wertvollsten Spieler (MVP) der Playoffs sowie der Qualifikation werden Simon Moser respektive Dominik Kubalik gekürt.

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Die Meister-Zigarre hatte sich Simon Moser nach dem Playoff-Final verdient: Er wurde zum MVP der Playoffs gewählt (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)
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Mark Arcobello (Bern) war für beide MVP-Titel ebenfalls nominiert - und ging beide Male leer aus (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Timo Meier (links) erhielt den Hockey Award für internationale Leistungen von Mark Streit überreicht (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Dominik Kubalik, der Ambri nach der Saison verlassen hat, wurde zum MVP der Qualifikation gewählt (Bild: KEYSTONE/PPR/MANUEL LOPEZ)
Timo Meier wurde für seine grandiose NHL-Saison mit dem Hockey-Award ausgezeichnet - Meier sorgte sowohl während der Qualifikation (66 Punkte) wie in den Playoffs (15 Punkte) für Schweizer NHL-Rekordwerte (Bild: KEYSTONE/FR171606 AP/JOSIE LEPE)
Das Publikum entschied: Tristan Scherwey (vor Andres Ambühl) ist der beliebteste Schweizer Hockeyaner (Bild: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)
Auch die Spielerin des Jahres wurde gefeiert: Alina Müller (Bild: KEYSTONE/PETRA OROSZ)
Steffi Buchli (links), hier im Gespräch mit Timo Meier, moderierte den Abend (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Gewinner der Jacques-Plante-Trophy: Leonardo Genoni (neu EV Zug) (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Die Meister-Zigarre hatte sich Simon Moser nach dem Playoff-Final verdient: Er wurde zum MVP der Playoffs gewählt (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

(sda)

Dass der zum dritten Mal verliehene Award als Playoff-MVP zum dritten Mal an einen Spieler des Meisterteams ging, war aufgrund der Nominationen klar. Allerdings erhielt nicht der beste Skorer der Berner, Mark Arcobello, die Auszeichnung, sondern Captain Simon Moser. Der zweifache WM-Silbermedaillengewinner ist ein Synonym für Einsatz und Wille. Nicht umsonst sagte SCB-Sportchef Alex Chatelain einst: «Er ist aus dieser Mannschaft nicht wegzudenken.» Die Tugenden von Moser waren in den Playoffs umso mehr gefragt, als die Berner insbesondere im Viertelfinal gegen Genève-Servette (4:2) als auch im Halbfinal gegen Biel (4:3) einige Wellentäler durchlebten.

Arcobello zog auch bei der Wahl zum wertvollsten Spieler der Qualifikation den Kürzeren. Das war insofern logisch, als Sieger Kubalik die Regular Season mit 25 Toren und 32 Assists als bester Skorer beendete hatte und massgeblich dafür verantwortlich war, dass Ambri-Piotta erstmals seit 2014 die Playoffs erreichte. Der erst 23-jährige Tscheche reifte in der Leventina zu einem Topspieler. Nicht umsonst erhielt er von den Chicago Blackhawks einen Einjahresvertrag. Gewählt wurden Moser und Kubalik von einer Jury, die aus den zwölf Captains der National-League-Teams sowie Vertretern des Verbandes und der wichtigsten Medien bestand.

Hockey Award geht an Timo Meier

Den Hockey Award für herausragende Leistungen auf internationaler Ebene ging an Timo Meier. Der 22-jährige Herisauer blickt auf eine hervorragende Saison in der NHL mit den San Jose Sharks zurück. Er stellte sowohl in der Qualifikation (30 Tore, 36 Assists) als auch in den Playoffs (5/10) Schweizer Rekordmarken in der besten Liga der Welt auf. Die Kalifornier honorierten die starken Leistungen mit einem Vierjahres-Vertrag über 24 Millionen Dollar. Auch bezüglich Lohn ist Meier aktuell die Nummer 1 im Schweizer Eishockey.

Scherwey beliebtester Spieler

Nebst Arcobello wurden auch Kubalik und SCB-Goalie Leonardo Genoni in zwei Kategorien nominiert. Ein weitere Auszeichnung blieb Kubalik aber verwehrt, setzte sich doch Tristan Scherwey in der Internetwahl zum beliebtesten Spieler der Liga durch. Der Berner Flügelstürmer liess auch den Davoser Andres Ambühl hinter sich, der von 2014 bis 2017 viermal hintereinander triumphiert hatte. So sympathisch Scherwey neben dem Eis ist, so unangenehm ist er mit seiner bissigen Art für die Gegenspieler.

Genoni verpasste zwar den Titel als Playoff-MVP, er konnte sich aber damit trösten, dass er zum besten Torhüter der vergangenen Saison geehrt wurde. Der 31-jährige Zürcher, der künftig für den EV Zug spielt, gewann die sogenannte Jacques Plante Trophy zum vierten Mal, zum vierten Mal in einem ungeraden Jahr. Genoni wies sowohl in der Qualifikation (93,29 Prozent) als auch in den Playoffs (94,55) die beste Abwehrquote der regelmässig eingesetzten Goalies aus.

Weitere Auszeichnungen gingen an den Bieler Janis Moser (Youngster of the Year) und Alina Müller (Spielerin des Jahres).