Ski alpin

Michelle Gisin ist die erste Schweizer Slalom-Siegerin seit fast 19 Jahren

Michelle Gisin gewinnt erstmals ein Weltcup-Rennen und schreibt damit Schweizer Skigeschichte. Die Engelbergerin ist mit ihrem Sieg in Semmering die erste Schweizer Slalom-Gewinnerin seit 19 Jahren.

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Michelle Gisin mit ihrem ersten Siegespokal im Weltcup
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Michelle Gisin (rechts) feiert mit der zweitplatzierten Österreicherin Katharina Liensberger
Michelle Gisin gewinnt als erste Schweizerin seit fast 19 Jahren einen Weltcup-Slalom
Mikaela Shiffrin (rechts) war eine der ersten Gratulantinnen von Michelle Gisin
Michelle Gisin lässt sich von ihren Trainern und Betreuern feiern

Michelle Gisin mit ihrem ersten Siegespokal im Weltcup

KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
(sda)

Zweite war Michelle Gisin nach dem ersten Lauf gewesen, nur zwei Hundertstel lag sie hinter der Amerikanerin Mikaela Shiffrin zurück. Die gute Ausgangslage schien die Innerschweizerin mehr zu beflügeln als nervös zu machen. Mit erneut zweitbester Zeit überflügelte sie die unmittelbar vor ihr gestartete, im zweiten Durchgang führende Österreicherin Katharina Liensberger um elf Hundertstel.

Als Mikaela Shiffrin mit einer guten halben Sekunde Rückstand im Ziel war und auf der Anzeigetafel für sie Rang 3 aufleuchtete, war das Grandiose perfekt und hatte die Schweiz endlich wieder eine Slalom-Siegerin im Weltcup - fast 19 Jahre nach Marlies Oester. Die Adelbodnerin hatte am 20. Januar 2002 in Berchtesgaden gewonnen.

In den ersten beiden Slaloms des Winters war Michelle Gisin Fünfte und Zweite geworden - und hatte damit angedeutet, dass die Zeit für den ganz grossen Wurf nah sein könnte. Nun war er da, der grosse Moment. Ausgerechnet in Semmering, wo sie auf den Tag genau vor acht Jahren in einem Slalom im Weltcup debütiert hatte, schlug für Michelle Gisin die historische Stunde.

Erneut zu den Besten gehörte auch Wendy Holdener. Die Schwyzerin, die in Levi zweimal Vierte war, klassierte sich als Fünfte. Als dritte Schweizerin war im Finale der besten 30 Mélanie Meillard dabei. Die Neuenburgerin belegte Platz 20.