Sondersitzung wegen Serie-A-Fortführung

In einer Sondersitzung am Dienstag will der italienische Fussball-Verband (FIGC) über die Fortführung der Serie A entscheiden.

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Das leere Stadion in Genua beim Duell Sampdoria gegen Hellas Verona am Sonntag

Das leere Stadion in Genua beim Duell Sampdoria gegen Hellas Verona am Sonntag

KEYSTONE/EPA/SIMONE ARVEDA
(sda/dpa)

Die Ankündigung folgte dem Ratschlag des Sportministers Vincenzo Spadafora nach einer Aussetzung der Meisterschaft im Zug der immer grösseren Verbreitung des Coronavirus.

In der Serie A sind am Wochenende die in der Vorwoche abgesagten Spiele ohne Publikum nachgeholt worden. In der Nacht zum Sonntag hatte sich die italienische Regierung dazu entschieden, die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Bürgern im Norden des Landes stark einzuschränken. Italien ist der Staat in Europa mit den meisten bestätigten Coronavirus-Infektionen.

Angesichts der drastischen Massnahmen forderte auch Damiano Tommasi als Chef der italienischen Fussballer-Gewerkschaft die Absage der Meisterschaft. «Benötigt ihr noch etwas? Stoppt den Fussball», schrieb der langjährige Serie-A-Spieler auf Twitter. Eine entsprechende Forderung habe er auch an die Verantwortlichen einschliesslich Ministerpräsident Giuseppe Conte geschickt.

Nach den sonntäglichen Empfehlungen des Sportministers und der Gewerkschaft herrschte Verunsicherung vor bei den Mannschaften. Die Spieler von Parma und Ferrara, die ihr Duell um 12.30 Uhr hätten aufnehmen sollen, blieben vorerst in den Garderoben. Mit 75 Minuten Verspätung wurde die Partie schliesslich doch noch aufgenommen.