Spektakel mit einem Gewinner und einem Verlierer

0:1, 2:1, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4 lautete die Torfolge im Super-League-Spiel Basel - Lugano.

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Kampf um jeden Zentimeter: Basels Omar Alderete (links) gegen Luganos Stürmer Filip Holender

Kampf um jeden Zentimeter: Basels Omar Alderete (links) gegen Luganos Stürmer Filip Holender

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
(sda)

Daraus geht ein Sieger und ein Verlierer hervor: Lugano hat den Ligaerhalt auf sicher, Basel kann nicht mehr Meister und wahrscheinlich auch nicht Zweiter werden.

Im St.-Jakob-Park war in einer spektakulären ersten Halbzeit die Seltenheit zu erleben, dass eine Mannschaft, die in Führung geht, nach zehn Spielminuten in Rückstand liegt. Tatsächlich verwaltete Lugano das frühe, vom Österreicher Sandi Lovric erzielte 1:0 sehr schlecht. Die Basler benötigten danach nur zwei Angriffe in vier Minuten für die Wende. Es trafen Kemal Ademi, der zwei Tore zum 5:0-Sieg in St. Gallen beigetragen hatte, und Fabian Frei mit ihren Saisontoren Nummer 12 und 10. Nach seiner tollen Leistung in St. Gallen bekam Ademi von Trainer Marcel Koller den Vorzug vor Arthur Cabral.

Als die Basler das Geschehen gut im Griff zu haben schienen, schlugen die Ticinesi kurz vor der Pause zweimal zu. Lovric war mit einem öffnenden Querpass und einem Corner der Vorbereiter für Jefferson und Akos Kecskes. Basels Goalie Djordje Nikolic muss sich bei Kecskes' Kopfballtor keinen Vorwurf gefallen lassen. Dennoch war es ein Ball, den der verletzte Jonas Omlin in seiner besten Form eventuell gehalten hätte.

Das Hin und Her ging nach der Pause weiter. Dass Cabral, für Ademi ins Spiel gekommen, in der 93. Minute zum 4:4 ausgleichen konnte, war vom Zeitpunkt her vielleicht glücklich. Die Niederlage hätte die Mannschaft von Trainer Marcel Koller jedoch nicht verdient.

Die Luganesi konnten mit dem Resultat einen Kreis schliessen. Im ersten Auswärtsspiel der Saison hatten sie vier Tore erzielt, als sie in Zürich beim FCZ 4:0 gewannen. Jetzt trafen sie zum zweiten Mal in dieser Saison in einem fremden Stadion viermal.

Telegramm

Basel - Lugano 4:4 (2:3)

1000 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 6. Lovric (Guidotti) 0:1. 7. Ademi (Stocker) 1:1. 10. Frei (Ademi) 2:1. 41. Jefferson (Lovric) 2:2. 45. Kecskes (Lovric) 2:3. 67. Ademi (Campo) 3:3. 79. Lungoyi (Janga) 3:4. 94. Arthur (Campo) 4:4.

Basel: Nikolic; Isufi (46. Marchand), Cömert (46. Petretta), Alderete, van der Werff; Xhaka, Frei; Stocker (82. Tushi), Campo, Pululu (46. Van Wolfswinkel); Ademi (74. Cabral).

Lugano: Baumann; Kecskes, Covilo Daprelà; Sabbatini; Lavanchy, Lovric, Guidotti (77. Macek), Jefferson (77. Yao); Lungoyi (90. Selasi), Holender (62. Janga).

Bemerkungen: Basel ohne Widmer (gesperrt), Omlin, Riveros, Zuffi und Ramires (alle verletzt). Lugano ohne Custodio (gesperrt), Maric, Bottani, Obexer und Pavlovic (alle verletzt). Verwarnungen: 18. Guidotti (Foul), 38. Cömert (Foul), 53. Alderete (Foul), 56. Lungoyi (Foul), 70. Frei (Foul), 76. Campo (Foul), 81. Sabbatini (Foul), 90. Baumann (Spielverzögerung), 91. Xhaka (Foul).