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Spitzenleichtathletik Luzern verspricht viele Highlights

Alex Wilson strebt bei Spitzenleichtathletik Luzern den Sieg über 200 m an. Mujinga Kambundji will sich über 100 m weiter steigern, und Julien Wanders nimmt Mass am Schweizer Rekord über 3000 m.
Alex Wilson strebt am Dienstagabend bei Spitzenleichtathletik Luzern den Sieg über 200 m an (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Alex Wilson strebt am Dienstagabend bei Spitzenleichtathletik Luzern den Sieg über 200 m an (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Wilson ist kein Mann der leisen Töne. Auf die Frage, wo er seine Grenzen sieht, antwortet er: «Da oben», und zeigt Richtung Himmel. «Ich setze mir keine. Das ist nicht gut. Denn du weisst nicht, was passiert und hast keinen Einfluss auf deine Grenzen.» Fakt ist, dass er am vorletzten Sonntag in La Chaux-de-Fonds über 200 m erstmals unter 20 Sekunden (19,98) blieb, und dies, obwohl er noch gar nicht richtig angefangen hat mit dem Speedtraining. Wilson kommentiert die Topzeit mit einem gewohnt lockeren Spruch: «Wenn du bei einem Rückenwind von 1,5 m/s und einer Temperatur von über 30 Grad keine persönliche Bestzeit laufen kannst, dann betreibst du den falschen Sport.»

Für Luzern ist Wilsons Ziel nicht weniger als der Sieg über 200 m. Schliesslich war keiner der gemeldeten Läufer in diesem Jahr schneller als der 28-jährige Basler, der intensiv am Start gearbeitet und weiter an Gewicht verloren hat. Allerdings klagte er nach dem Rennen vom vergangenen Freitag an der Athletissima in Lausanne (20,29) über Schmerzen in der Rippe, weswegen er einen Arzt aufsuchte. Mittlerweile sind diese weg.

Wilson bekommt es am Dienstagabend auf der Luzerner Allmend über die halbe Bahnrunde wohl mit zwei klingenden Namen zu tun, jedenfalls figurieren der Jamaikaner Yohan Blake und der Franzose Christophe Lemaitre auf der Startliste. Es wird interessant zu sehen sein, zu was die beiden fähig sind.

Kambundji freut sich auf «cooles Feld»

Kambundji möchte am Dienstagabend über 100 m einen weiteren Schritt vorwärts machen, nachdem sie in Lausanne die Saisonbestzeit um 15 Hundertstel auf 11,27 Sekunden gesenkt hat. «Das Rennen war immer noch nicht so, wie ich es wollte», sagt die 27-jährige Bernerin zu ihrer Leistung auf der Pontaise. Beunruhigend ist das für sie aber nicht, da sie immer ein paar Wettkämpfe braucht, um in Form zu kommen. Und weil die Weltmeisterschaften (28. September bis 6. Oktober in Doha) so spät wie noch nie über die Bühne gehen, startete sie erst am 22. Juni und nicht wie sonst üblich im Mai in die Freiluft-Saison. Nach der Hallen-EM in Glasgow Anfang März arbeitete sie wieder mehr an den Grundlagen.

Das Meeting in Luzern bildet für Kambundji das Ende des ersten Wettkampfblockes im Freien in diesem Jahr. Insbesondere hinten heraus will sie sich im Vergleich zu Stanford und Lausanne steigern. Eine spezielle Zeit hat sie sich aber nicht vorgenommen. Vielmehr freut sie sich darauf, sich mit einem «coolen Feld» messen zu können. Mit der Amerikanerin Kayla White ist eine Läuferin gemeldet, die in diesem Jahr schon unter elf Sekunden (10,95) geblieben ist. Nach dem 100er plant Kambundji erstmals in dieser Saison auch über 200 m zu starten.

Wanders will Uralt-Rekord brechen

Gespannt sein darf man auf den Auftritt von Wanders über 3000 m. Das Rennen wurde auf den in Kenia lebenden 23-jährige Genfer ausgerichtet. Der Weltrekordhalter über 5 km und Europarekordhalter über 10 km und im Halbmarathon auf der Strasse hat den Schweizer Rekord von Markus Ryffel aus dem Jahr 1979 (7:41,05) im Visier. Zumindest will er sich diesem annähern - die persönliche Bestleistung beträgt 7:50,35 Minuten. Mit der bisherigen Saison auf der Bahn ist Wanders «sehr zufrieden». In Lausanne gelang ihm über 5000 m eine deutliche persönliche Bestzeit (13:13,84).

Selina Büchel strebt über 800 m die WM-Limite von 2:00,60 Minuten an, nachdem die 27-jährige Toggenburgerin bislang noch nicht wie gewünscht auf Touren gekommen ist. Kariem Hussein kann über 400 m Hürden in einem stark besetzten Feld zeigen, dass mit ihm nach einem schwierigen vergangenen Jahr wieder zu rechnen ist.

Zwar ist das Budget von Spitzenleichtathletik Luzern mit 700'000 Franken nicht besonders hoch, dennoch kann sich das Teilnehmerfeld erneut sehen lassen. Im Hürdensprint der Frauen ist mit der Jamaikanerin Janeek Brown (12,40) gar die Jahresschnellste dabei. Im Speerwerfen der Männer kommt es zum Duell zwischen Olympiasieger und Europameister Thomas Röhler und dem letztjährigen EM-Zweiten Andreas Hofmann. Die beiden nehmen in der «ewigen» Bestenliste die Ränge 3 und 8 ein. Auch bei den Frauen sind im Speerwerfen mit Sara Kolak (8.) und Christin Hussong (10.) zwei aus Top Ten in dieser Liste gemeldet.

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