St. Gallen empfängt Sion, Thun den FCZ

Mit Sion empfängt der FC St. Gallen in der 13. Runde der Super League jenen Gegner, der im September seinen Höhenflug eingeleitet hat.

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St. Gallens Trainer Peter Zeidler tritt vor dem Heimspiel gegen Sion auf die Euphoriebremse (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/ALESSANDRO CRINARI)

St. Gallens Trainer Peter Zeidler tritt vor dem Heimspiel gegen Sion auf die Euphoriebremse (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/ALESSANDRO CRINARI)

(sda)

Es war in der 8. Runde am 25. September. Mit zuvor fünf Siegen am Stück hatte sich Sion auf dem 2. Platz etabliert, den St. Gallern steckte die Schmach des Scheiterns im Cup gegen Winterthur auch nach dem 3:1 gegen Servette noch in den Köpfen. Entgegen den Vorzeichen gewann St. Gallen im Tourbillon 2:1. Ab da ging es für die Ostschweizer steil aufwärts und für Sion steil abwärts.

Jetzt also empfängt St. Gallen seinen damaligen Aufbaugegner unter umgekehrten Vorzeichen. Dank einer Erfolgsserie, wie es sie beim FCSG zuletzt in der Meistersaison 1999/2000 gab, sind die Aussichten inzwischen rosig. Holen sie am Samstag mit den Rückkehrern Jérémy Guillemenot (nach Krankheit) und Yannis Letard (nach Sperre) ihre Punkte 20 bis 22 aus den letzten acht Spielen, würden sie Sion bereits um neun Zähler distanzieren. Zeidler will sich davon aber nicht blenden lassen. Es gelte, demütig und bodenständig zu bleiben, mahnte er. Denn: «Rückschläge werden kommen.»

Constantins Signal

Bei Sion sandte Präsident Christian Constantin derweil mit der Ernennung von Christian Zermatten als zusätzlichen Assistenten für Stéphane Henchoz ein Signal an den Trainer ab. Nach verheissungsvollem Saisonstart setzte es für die Walliser ab dem St. Gallen-Match vier Niederlagen und zuletzt ein Remis gegen Servette ab. Henchoz' Stuhl wackelt.

Vor allem die Art und Weise der Niederlage - Sion wurde von den St. Gallern dominiert - verunsicherte die Mannschaft schlagartig. Es kamen die Verletzungen von Xavier Kouassi und dem auch als Persönlichkeit wichtigen Kevin Fickentscher hinzu, dazu fielen Pajtim Kasami und Anto Grgic in ein Leistungsloch, was die Offensive zum Erlahmen brachte. Und: Was am Anfang für die Sittener lief, lief plötzlich gegen sie.

Thuns wegweisender November

Das Schlusslicht Thun steht vor einem wegweisenden November. Vor allem von den nächsten drei Spielen gegen Zürich, Xamax und Lugano hängt ab, ob die in der Liga seit dem 11. August sieglosen Berner Oberländer sich auf eine längere Zeit im Tabellenkeller werden einstellen müssen.

Der Blick auf die Ergebnisse im Kalenderjahr 2019 verheisst wenig Gutes. Bloss fünf Ligaspiele haben die Thuner gewonnen, seit sie in der Vorsaison als Tabellendritte überwinterten. «Das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis ist uns komplett abhanden gekommen», gestand Basil Stillhart, einer der drei gesperrten Thuner am Samstag gegen den FCZ. Vor allem der lange Ausfall von Captain und Leitwolf Dennis Hediger schwächte die Mannschaft in den letzten Monaten empfindlich. Auch wird dem Trainer Marc Schneider (noch) keine Schuld an der Misere angelastet.