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Giulia Steingruber plant nach Kreuzbandriss ihr Comeback: «Ich stelle mich gerne der Herausforderung»

Giulia Steingruber befindet sich nach ihrem Anfang Juli erlittenen Kreuzbandriss auf einem guten Weg. Die Motivation, die grosse Herausforderung zu bewältigen, ist gross.
Giulia Steingruber blickt nach dem Schock optimistisch in die Zukunft (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

Giulia Steingruber blickt nach dem Schock optimistisch in die Zukunft (Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI)

(sda)

«Mein nächstes Ziel: hoch hinaus in Tokio 2020», steht zuoberst auf der Homepage von Giulia Steingruber. Daran hält die 24-jährige Ostschweizerin fest, obwohl sie am 7. Juli am Dreiländerkampf in Saint-Etienne einen Abriss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Teilabriss des Meniskus erlitten hat. «Der Wille ist da», sagte Steingruber in der Jubiläumshalle in Magglingen, wo sie sich erstmals nach der bitteren Diagnose den Medien stellte.

Steingruber zog sich die Verletzung bei der Landung nach einem Doppelsalto rückwärts gestreckt am Boden zu. Zunächst war sie «wie in einem Schockzustand. Ich habe es aber schnell akzeptiert». Sie war froh, dass es «Schlag auf Schlag und vorwärts ging». Bereits zehn Tage nach dem Missgeschick wurde sie in Bern operiert. Nach einer Woche im Spital und einer Woche zu Hause war sie wieder an ihrer Trainingsstätte Magglingen anzutreffen. «Mir war es wichtig, in den Alltag zurückzukehren. Magglingen/Biel ist meine zweite Heimat geworden.» Ausserdem ist es ihr ein Anliegen, trotz der Verletzung mit dem Team unterwegs zu sein.

«Es läuft sehr gut in der Rehabilitation»

Mit den Fortschritten ist Steingruber zufrieden. «Es läuft wirklich sehr gut in der Rehabilitation. Ich bin auf einem guten Weg, und das stimmt mich zuversichtlich.» Nebst dem Kraftaufbau geht es in der Physiotherapie darum, die Stabilität zurückzugewinnen. Sie ist auch regelmässig in der Halle anzutreffen. Einen Tag arbeitet sie spezifisch am Rumpf und einen Tag an den Armen und Schultern.

In zwei Wochen hat Steingruber einen Arzttermin und wünscht sich, grünes Licht zu erhalten, um am Barren und am Balken wieder mit Basissachen beginnen zu können. «Der erste grosse Termin wird im Januar sein, wenn die ersten sechs Monate durch sind. Ich hoffe, dann in der Halle die ersten Sprünge machen zu dürfen», sagte die Olympias-Dritte am Sprung. Im April sollte sie dann wieder voll trainieren können. Auf die Wettkampfbühne will sie im kommenden Sommer zurückkehren. Das (erste) grosse Ziel sind die Weltmeisterschaften im Oktober 2019 in Stuttgart.

Hat sie nie ans Aufhören gedacht? «Die ersten sechs Wochen waren ziemlich happig. Der Gedanke war sicher da. Ich konnte mich aber nicht wirklich damit anfreunden. Turnen ist immer noch meine Leidenschaft, und das ist das, was zählt», gab Steingruber zu Protokoll. Aktuell investiert sie viel Zeit in die Schule, die sie im kommenden Jahr abschliessen möchte. Abschlussprüfungen für die Matura finden im Februar statt. Zudem kann sie nun mehr die Kolleginnen treffen. «Das tut gut für den Kopf. Aber ich bin froh, wenn ich wieder mehr trainieren darf», sagte die fünffache Europameisterin.

«Brauche extrem viel Geduld»

Steingruber hat bewiesen, dass sie stark von einer Verletzung zurückkehren kann. An den Weltmeisterschaften im vergangenen Oktober in Montreal gewann sie Bronze am Sprung, nachdem sie sich knapp neun Monate zuvor am Fuss hatte operieren lassen müssen. «Das hilft sicher und motiviert», sagte Steingruber. «Klar wirft mich die Verletzung ziemlich zurück. Da ich mich jedoch fit halte, wird der Wiedereinstieg vielleicht ein bisschen einfacher.»

Verlernen dürfte sie ohnehin nichts. «Das Gefühl wird sicher da sein. Am Anfang fehlen vielleicht etwas die Koordination und Kondition. Ich werde schon extrem viel Geduld benötigen, stelle mich jedoch gerne der Herausforderung.» Über «Tokio 2020» hinaus will sie noch nicht denken, auch wenn die Europameisterschaften ein Jahr später in Basel stattfinden. «Es wäre sicher mega schön, dort dabei zu sein. Ich werde das aber schrittweise entscheiden», sagte Steingruber.

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