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EVZ-Goalie Tobias Stephan: «Die Siege in dieser Saison sind viel härter erarbeitet»

Der EV Zug trifft am Freitagabend (19.45) in Lausanne auf den Tabellennachbarn. Torhüter Tobias Stephan versucht nach seiner Verletzung, wieder in den Rhythmus zu kommen.
René Barmettler
Zugs Torhüter Tobias Stephan wehrt hier einen Schuss von Ambris Noele Trisconi ab. Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 19. Februar 2019)

Zugs Torhüter Tobias Stephan wehrt hier einen Schuss von Ambris Noele Trisconi ab. Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 19. Februar 2019)

Der kolossale Fehlstart im Dienstagsspiel gegen Ambri-Piotta gab viel zu reden. Zug lag nach neun Minuten und haarsträubenden Fehlern 0:4 zurück und verlor schliesslich 3:6. Reto Suri hingegen war nach dieser Partie nicht gesprächig. Er hatte zwei Tore erzielt, über die er sich nicht freuen konnte. Und er biss sich während eines Einsatzes zu allem Übel auch noch seine Zunge blutig. Die Köche in der «67 Sportsbar» wurden deshalb angehalten, dem Stürmer in den nächsten zwei Wochen das Essen in pürierter Form aufzutischen.

Doch nebst diesen «Betriebsunfällen» gab es auch Erfreuliches. Tobias Stephan spielte nach dem Comeback gegen die SCL Tigers (4:2) sein zweites Spiel durch. Zuvor musste der Torhüter wegen einer Knieverletzung rund einen Monat aussetzen. «Ich war froh, dass es ‹nur› vier Wochen waren. Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass ich noch länger ausfallen könnte.» Während dieser Zeit wurde er von Sandro Aeschlimann so gut vertreten, dass den Zugern der zweite Rang kaum mehr streitig gemacht werden kann. «Er zeigte hervorragende Leistungen, spielte konstant und zuverlässig», sagt Stephan. Aeschlimann kam bei seinen bisher 15 Meisterschaftseinsätzen auf eine hervorragende Fangquote von 93,67 Prozent, Stephan in seinen 30 Partien auf ebenfalls bestechende 92,90 Prozent. Viele Beobachter seines Schaffens sind der Meinung, dass To­bias Stephan seine bisher beste Saison spielt. «Das glaube ich nicht, auch wenn ich bisher sehr zufrieden sein darf.»

Gesteigerte Kampfkraft lässt hoffen

Tobias Stephan begründet die gute Fangquote: «Diese hängt stark mit der Mannschaftsleistung zusammen. Wir wollten ein Team, das härter arbeitet.» Vor allem die Art und Weise, wie die Siege eingefahren wurden, gefällt dem 35-jährigen Routinier. «Die Siege in dieser Saison sind viel härter erarbeitet worden. In der letzten Saison ging es manchmal zu einfach.» Bekanntlich wurde der EVZ in den Playoffs auf den Boden der Tatsachen geholt und schied im Viertelfinal gegen die ZSC Lions mit 1:4 aus. Die gesteigerte Kampfkraft in dieser Spielzeit lässt die Zuger sogar auf den zweiten Meistertitel hoffen. Für Tobias Stephan wäre es der perfekte Abschied. Nach vorne blicken mag er nicht, «aber wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen und den Cup gewonnen. Nun gilt es, einen Abschluss zu erreichen, der mir in guter Erinnerung bleiben wird.»

Auch Lausanne blamierte sich am Dienstag

Die nächste Aufgabe steht am Freitagabend in Lausanne bevor, dem Wirkungsort von Stephan ab der kommenden Saison. Die Waadtländer haben ebenfalls ganz schlechte Erinnerungen an die Partie vom Dienstag. Eine 0:7-Heimschlappe gegen Lugano fing sich der Drittplatzierte ein. «Für uns bedeutet das Spiel in Lausanne eine neue Chance. Am Dienstag sind viele Sachen zusammengekommen. Auch ich war nicht hundertprozentig auf der Höhe, ausserdem lag das Glück diesmal beim Gegner.» Für den Goalie gilt es nun, in den ausstehenden sechs Spielen vor den Playoffs wieder den Spielrhythmus zu erlangen. Der dienstägliche Ausrutscher scheint verarbeitet zu sein. «Ich mache mir keine Sorgen: Wir werden am Freitag bereit sein.» Es gilt, diesmal von Beginn an den nötigen Biss zu zeigen. Aber ohne gleich zu übertreiben, wie es Reto Suri gegen Ambri tat. Die Köche im «67» mögen es nämlich nicht, die Gerichte in pürierter Form reichen zu müssen.

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