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Stolzer Gerardo Seoane und tanzende Spieler

Der erstmalige Einzug in die Gruppenphase der Champions League setzt bei den Young Boys Glücksgefühle frei. Trainer Gerardo Seoane ist stolz auf seine charakterstarke Mannschaft.
Freude pur: Doppeltorschütze Guillaume Hoarau und die Young Boys feiern den Champions-League-Einzug (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/THOMAS HODEL)

Freude pur: Doppeltorschütze Guillaume Hoarau und die Young Boys feiern den Champions-League-Einzug (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/THOMAS HODEL)

(sda)

Die einen trauten ihren Sinnen noch nicht, andere feierten tanzend und mit aufgedrehten Lautsprechern: Mit dem 2:1 im Playoff-Rückspiel bei Dinamo Zagreb setzten die Young Boys ihren Siegeszug fort. Dank der Wende in der zweiten Halbzeit stehen die Berner erstmals in der Gruppenphase der Champions League.

Kurz nach dem Schlusspfiff im Maksimir-Stadion von Dinamo Zagreb glaubte YB-Goalie David von Ballmoos noch an einen Traum: «Die Mitspieler sagen, es sei wahr, aber ich glaube es wohl erst, wenn ich es am Morgen in den Zeitungen lese.» Die sieben Minuten Nachspielzeit seien ihm wie eine Ewigkeit vorgekommen, aber Angst habe er keine gehabt.

Während der Team-DJ Kevin Mbabu in der Garderobe die Champions-League-Hymne auflegte, umschrieb Christian Fassnacht draussen die momentane Gefühlslage: «In der Mannschaft herrscht Freude pur.» Übertreiben wolle man es mit dem Feiern nicht, schliesslich stünde am Samstag das nächste Spiel in Sitten an, so Fassnacht weiter.

Als Mbabu wenig später vor dem Teambus zu einem Tänzchen ansetzte, blieb Gerardo Seoane auch im grossen Erfolg sachlich. Überglücklich sei er, sagte der Trainer, der im Sommer das Erbe des Meistertrainers Adi Hütter angetreten hat, ohne den Anflug eines Gefühlsausbruchs. Seinen Schützlingen sprach er ein dickes Lob aus: «Grosses Kompliment an die Mannschaft, sie hat eine super zweite Halbzeit gezeigt. Das macht mich stolz.»

Den Schlüssel für den Erfolg YBs sehen die Protagonisten vor allem im starken Spirit. «Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Mentalität. Wir verfügen mit Steve von Bergen und Guillaume Hoarau über grosse Leader im Team und dazu über viele hungrige Junge», befand Seoane. Von Ballmoos sagte: «Die Grundeinstellung war auch diesmal ein wesentlicher Faktor. Ich spürte in der Halbzeit, dass die Mannschaft voll an sich glaubt. Die Jungs waren sehr abgeklärt und ruhig, trotz der Spannung. Genau das ist eine unserer grossen Stärken.»

Am Donnerstag um 18.00 Uhr wird sich herausstellen, mit welchen hochkarätigen Gegnern die Young Boys in der Gruppenphase belohnt werden. «Dann werde ich wohl erst richtig realisieren, was wir geschafft haben», kommentierte Fassnacht.

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