Stürze im Radsport: Weltverband will Massnahmen verstärken

Als Reaktion auf die vielen Stürze im Radsport will der Weltverband UCI seine Sicherheitsmassnahmen verstärken.

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Fabio Jakobsen (links) stürzte bei der Polen-Rundfahrt

Fabio Jakobsen (links) stürzte bei der Polen-Rundfahrt

KEYSTONE/AP/Tomasz Markowski
(sda/dpa)

Bis zum Ende der Saison soll bei den Rennen die Zahl der Inspektionen vor und während der Rennen erhöht werden, teilte die UCI mit. Gleichzeitig stellte der Verband fest, dass viele Stürze das Ergebnis einer Nichtberücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen gewesen seien und schloss daher das Einsetzen von Disziplinarverfahren nicht aus.

Zuletzt äusserten viele Fahrer grosse Kritik an der Streckenführung bei den Rennen und auch Kritik an der UCI, die für die Abnahme der Routen verantwortlich ist. So stürzte unter anderem der Deutsche Emanuel Buchmann auf einer Abfahrt bei der Dauphiné-Rundfahrt schwer. Sein Landsmann Maximilian Schachmann erlitt bei der Lombardei-Rundfahrt einen Schlüsselbeinbruch, weil ein Privatauto auf die Strecke gelangt war und ihn gerammt hatte. Beim gleichen Rennen zog sich der junge Belgier Remco Evenepoel einen Beckenbruch zu. Bei der Polen-Rundfahrt erlitt der Niederländer Fabio Jakobsen bei einem gefährlichen Bergab-Sprint schwere Gesichtsverletzungen.