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Sturzopfer Nibali offenbar von Zuschauer angerempelt

Für Vincenzo Nibali endet die 105. Tour de France mit einem Wirbelbruch in der 12. Etappe schmerzlich. Der Gesamtvierte muss das Rennen nach einem Sturz aufgeben, dessen Ursache weiter unklar ist.
Zuschauer im Ziel verfolgen auf einem TV-Bildschirm, wie Vincenzo Nibali nach seinem Sturz im Anstieg zur Alpe d'Huez mit grossen Schmerzen am Boden sitzt (Bild: KEYSTONE/EPA/KIM LUDBROOK)

Zuschauer im Ziel verfolgen auf einem TV-Bildschirm, wie Vincenzo Nibali nach seinem Sturz im Anstieg zur Alpe d'Huez mit grossen Schmerzen am Boden sitzt (Bild: KEYSTONE/EPA/KIM LUDBROOK)

(sda)

Eine Tour de France ohne den Besuch auf der Alpe d'Huez ist wie eine Suppe ohne Salz. Hunderttausende erwiesen dem legendären Anstieg in den Alpen auch am Donnerstag wieder die Ehre und sorgten für eine tolle Stimmung. Beim fatalen Sturz von Vincenzo Nibali scheint es ein Fan allerdings übertrieben zu haben. Doch was war passiert?

Im hektischen Finale des 13,8 km langen Schlussanstiegs der 12. Etappe befand sich die Gruppe um Leader Geraint Thomas im engen Spalier der zahlreichen Zuschauer auf der Verfolgung des Franzosen Romain Bardet, als es krachte und Nibali 4 km vor dem Ziel plötzlich auf dem Boden lag. «Ich weiss gar nicht, was passiert ist. Da waren zwei Polizei-Motorräder. Froome hat beschleunigt, ich bin ihm hinterhergefahren, dann bremste plötzlich alles und ich bin gestürzt», beschrieb der 33-Jährige aus dem Team Bahrain-Merida die Situation nach der Zielankunft.

Nibali konnte die Etappe zwar noch beenden und fuhr auf Platz 7, doch musste der Tour-Sieger von 2014 am späten Donnerstagabend für das 13. Teilstück vom Freitag Forfait erklären. Ein Besuch im Spital in Grenoble bestätigte den Verdacht auf einen Wirbelbruch.

Videobilder entlasten Motorrad-Fahrer

Die Schuld am Tour-Aus des viermaligen Grand-Tours-Siegers trägt offenbar aber nicht der Fahrer des Polizei-Motorrads, wie Videobilder nun beweisen. Vielmehr dürfte es ein Zuschauer am Strassenrand gewesen sein, der den «Hai von Messina» zu Fall gebracht hat.

Auch der vierfache Tour-Sieger Chris Froome wurde am Donnerstag angegangen. Der ungeliebte Brite wurde von einem Zuschauer gestossen, blieb aber auf dem Rad. «Wenn ihr uns nicht mögt, ist das in Ordnung. Buht uns aus, so fest ihr könnt. Aber lasst uns in Ruhe und fasst uns nicht an», äusserte Gesamtleader Geraint Thomas nach der Etappe seinen Unmut.

Nibali und Froome sind nicht die ersten Fahrer, die beim Aufstieg nach L'Alpe d'Huez von einem Zuschauer angerempelt wurden. 1999 hätte Giuseppe Guerini wegen eines unvorsichtigen Zuschauers fast seinen Etappensieg verloren. Der Italiener wurde von einem Fan, der ein Foto machen wollte, rund einen Kilometer vor dem Ziel zu Fall gebracht, konnte aber sofort wieder aufsteigen und kam mit dem Schrecken davon.

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