Stürzt Thun den nächsten Titelanwärter?

Die Young Boys haben im Meisterrennen mit St. Gallen und Basel vorgelegt. Wie reagiert die Konkurrenz? Vor allem St. Gallen steht vor einem schwierigen Spiel.

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Peter Zeidler wird mit dem FC St. Gallen gegen Thun gefordert sein

Peter Zeidler wird mit dem FC St. Gallen gegen Thun gefordert sein

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
(sda)

Zieht man die Statistik heran, dürfte die Partie zwischen dem FC St. Gallen und Schlusslicht Thun eine klare Angelegenheit werden. Zwei Mal haben sich die Ostschweizer und die Berner Oberländer in dieser Saison bereits duelliert, beide Male siegte die Mannschaft von Peter Zeidler klar. Nur fanden die bisherigen Begegnungen vor der Winterpause statt, in der sich der FC Thun nicht zuletzt dank den Zuzügen von Leonardo Bertone und Nicolas Hasler von einem Punktelieferanten zu einem unangenehmen Konkurrenten gewandelt hat.

Zudem hat der FCSG nach dem 0:4 gegen Zürich im ersten Heimspiel nach der Corona-Pause etwas gut zu machen und muss punkten, will er Meister YB im Kampf um den Titel nicht ziehen lassen. Wie schwierig zu bespielen die Berner Oberländer sind, mussten zuletzt die Young Boys erfahren. Am Dienstag, vier Tage vor der 6:0-Gala gegen Xamax, unterlag die Mannschaft von Gerardo Seoane Thun im Berner Derby mit 0:1.

Übersicht über die Spiele vom Samstag:

Basel - Sion (4:0, 4:1). - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Schärer. - Absenzen: Alderete (gesperrt), Van Wolfswinkel, Zhegrova, Zuffi (verletzt); Maceiras (gesperrt), Zock, Toma (verletzt). - Fraglich: -; Andersson, Fortune. - Statistik: Die Statistik des FC Sion liest sich wie Horrorliteratur: Nur ein Sieg aus den letzten 18 Super-League-Runden. Die Abstiegszone rückt für die Walliser immer näher, Xamax (Barrageplatz) und Thun (direkter Abstiegsplatz) liegen nur noch zwei Punkte zurück. Ausgerechnet in diese ohnehin kritische Zeit fällt das Duell mit Angstgegner Basel. Kein anderer Klub hat dem FC Sion in dieser Saison stärker zugesetzt als der FCB, einem 1:4 zum Auftakt folgte ein 0:4 im Dezember. Der letzte Meisterschaftssieg der Sittener gegen Basel liegt schon über neun Jahre zurück.

St. Gallen - Thun (4:0, 4:1). - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR San. - Absenzen: Ruiz (gesperrt), Ajeti, Babic, Costanzo, Gonzalez, Lüchinger (verletzt); Salanovic (verletzt). - Fraglich: Letard; -. - Statistik: Leader gegen Schlusslicht, 8:1 Tore in den Direktduellen dieser Saison: St. Gallen gegen Thun wirkt auf dem Papier wie eine klare Angelegenheit. Nur ist der FC Thun seit der Winterpause kaum mehr mit demjenigen aus den zwei absolvierten Vergleichen mit St. Gallen zu vergleichen, und die Ostschweizer konnten beim 0:4 gegen den FC Zürich am Donnerstag nicht verbergen, dass ihnen bissige Gegner missfallen.

Zürich - Lugano (0:0, 0:4). - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Jaccottet. - Absenzen: Kololli (gesperrt); Obexer, Sulmoni, Custodio (verletzt). - Statistik: Die Zürcher werden nach dem 4:0 in St. Gallen mit viel Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen Lugano gehen. Im Letzigrund hat der FCZ gegen die Tessiner eine Scharte auszuwetzen. Zum Auftakt der Saison kassierte das Team von Ludovic Magnin gegen Lugano eine 0:4-Niederlage und startete so schwach in die Saison wie seit 35 Jahren nicht mehr. Die Statistik spricht ohnehin für die Gäste aus dem Tessin. Seit sieben Duellen hat Lugano gegen Zürich nicht mehr verloren.