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Team Canada von den Nürnberg Ice Tigers kaum gefordert

Nach KalPa Kuopio sichert sich am Spengler Cup in Davos auch das Team Canada die direkte Halbfinalqualifikation. Die Kanadier besiegen die Nürnberg Ice Tigers 6:2.
Das Team Canada wurde zum Abschluss der Vorrunde am Spengler Cup von den Nürnberg Ice Tigers nicht gefordert (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Das Team Canada wurde zum Abschluss der Vorrunde am Spengler Cup von den Nürnberg Ice Tigers nicht gefordert (Bild: KEYSTONE/EPA KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Die kleine Hoffnung des HC Davos, das Pensum in der «Gruppe Cattini» doch noch auf Platz 1 zu beenden, löste sich zu Beginn des zweiten Abschnitts in Luft auf. Mit einem 2:1-Sieg hätten die Ice Tigers den HCD trotz dessen Startniederlage gegen das Team Canada (1:2) zum Gruppensieger machen können.

Nach 21 Minuten glich Patrick Reimer, einer der drei Olympia-Silbermedaillengewinner im Team Nürnbergs, für die Deutschen zum 1:1 aus. 240 Sekunden später brachte Daniel Winnik die Kanadier aber bereits wieder in Führung.

Danach stürmten die «Canadiens» mit 21:4 Schüssen im zweiten Abschnitt zu einem mehr als vorentscheidenden 5:1 auf und davon. Zum 6:1-Schlussresultat steuerte der erst 20-jährige Verteidiger Dante Fabbro, eine Nachwuchshoffnung der Nashville Predators, als einziger zwei Tore bei.

Die Viertelfinalpaarungen vom Samstag lauten Metallurg Magnitogorsk gegen Nürnberg Ice Tigers (um 15.10 Uhr) und HC Davos gegen Ocelari Trinec (20.15 Uhr).

Obwohl den Davoser ein weiterer Ruhetag verwehrt blieb, präsentiert sich die Ausgangslage für die letzten Spengler-Cup-Tage interessant. Seit der Einführung des neuen Modus mit sechs Teams erreichte der HCD immer die Halbfinals. Wenn diese Serie auch unter Coach Harijs Witolinsch gegen den Leader der tschechischen Meisterschaft (der in den ersten zwei Turnierspielen bloss zwei Tore erzielte) nicht reisst, treffen die Davoser im Halbfinal nicht auf Kanada und auch nicht auf Metallurg Magnitogorsk, die beiden Topfavoriten, sondern auf die Finnen aus Kuopio, die in ihrer Landesmeisterschaft ebenso unbefriedigend unterwegs sind wie der HCD in der National League.

So wenig Tore wie noch nie

Der kanadische Kantersieg im letzten Gruppenspiel beschönigte die Vorrunden-Torbilanz. Noch nie fielen am Spengler Cup weniger Tore. In den ersten fünf Turnierpartien resultierten bloss 13 Tore plus 2 Penaltyschiessen. Dank des kanadischen 6:2-Erfolges fiel mit total 23 Toren in sechs Turnierspielen nur ein Treffer weniger als 2014, als die Stürmer ebenfalls Ladehemmung gehabt und die Goalies dem Event den Stempel aufgedrückt hatten. Zum Vergleich: Der Torrekord nach sechs Partien steht am Spengler Cup bei 47 Toren.

Team Canada - Nürnberg Ice Tigers 6:2 (1:0, 4:1, 1:1)

6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Watson/Wiegand (CAN/SUI), Progin/Wüst. - Tore: 3. Fabbro (Moore, Conrad) 1:0. 21. (20:52) Reimer (Pföderl, Dupuis/Ausschluss DiDomenico) 1:1. 25. Winnik (Wiercioch, Mitchell) 2:1. 32. Ebbett (D'Agostini, DiDomenico) 3:1. 34. Dalpe (Winnik) 4:1. 38. Knelsen (Lapierre, Moore) 5:1. 43. Fabbro (Lapierre) 6:1. 58. Mieszkowski (Brown) 6:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Team Canada, 4mal 2 Minuten gegen Nürnberg Ice Tigers.

Team Canada: Fucale; Quincey, Fabbro; Noreau, Despres; Wiercioch, Bieksa; Curran; DiDomenico, D'Agostini, Ebbett; Lapierre, Moore, Conrad; Winnik, Cracknell, Mitchell; Boychuk, Dalpe, Knelsen; Emmerton.

Nürnberg Ice Tigers: Jenike; Mebus, Lalonde; Aronson, Festerling; Gilbert, Newton; Bender, Jurcina; Mieszkowski, Acton, Brown; Lerg, Bast, Buck; Dupuis, Ness, Segal; Pföderl, Weiss, Reimer.

Rangliste: 1. Team Canada 2/6 (8:3). 2. Davos 2/3 (4:4). 3. Ice Tigers Nürnberg 2/0 (4:9).

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